Montag, 19. Februar 2018

Timo Bernhard: Freue mich auf neue Aufgabe im ADAC GT Masters

  • Zweimaliger Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister debütiert im ADAC GT Masters
  • Bernhard startet im Porsche 911 des eigenen Rennstalls KÜS Team75 Bernhard
  • Deutscher teilt sich Fahrzeug mit Porsche-Werksfahrerkollege Kévin Estre
Timo Bernhard
Foto: ADAC-Motorsport
Von der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in das ADAC GT Masters: Sportwagen-Star Timo Bernhard (36/Bruchmühlbach-Miesau) startet 2018 erstmals in der "Liga der Supersportwagen". Im Interview spricht der zweimalige Le-Mans-Sieger und FIA-Langstrecken-Weltmeister sowie frischgebackene Gewinner des Nations Cup beim Race of Champions über seine Ziele für die Saison und seine Rolle als Teamchef. Das ADAC GT Masters feiert vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben seinen Saisonauftakt. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.
Ihr Team startet seit 2016 im ADAC GT Masters. Welchen Eindruck haben Sie bisher von der Serie gewonnen?

Timo Bernhard: "Ich verfolge das ADAC GT Masters schon länger und hatte immer die Idee, dass es eine Serie für unser Team sein könnte. Das haben wir 2016 dann umgesetzt. Seitdem war ich bei einigen Rennen vor Ort. Die Serie hat sich sehr gut entwickelt - vor allem in den vergangenen zwei Jahren ist die Qualität des Starterfeldes noch einmal deutlich angestiegen. Das 2018er-Feld ist einfach sensationell. Die Teams, die in diesem Jahr antreten, sind die Creme de la Creme des GT-Sports und waren schon sehr erfolgreich. Das ist für uns eine große Motivation, denn wir wollen auch zu diesen Topteams gehören."
Warum haben Sie sich entschieden, jetzt auch selbst im eigenen Team im ADAC GT Masters zu starten? 

"Nach dem Ende des LMP1-Projektes war für mich klar, dass ich für Porsche im GT-Sport weitermachen würde. Ich wollte etwas mit meinem Team zusammen machen, und da hat sich das ADAC GT Masters als deutsche Top-Serie einfach angeboten. Ich mag das Format mit Sprintrennen und Fahrerwechsel. Zudem steigt das Interesse an der Serie immer mehr, und auch das TV-Paket bei SPORT1 ist sehr attraktiv. Natürlich ist es für mich nach zehn Jahren im Prototypensport auch eine kleine Zäsur, aber ich freue mich auf die neue Aufgabe."
Wie wird Ihre Rolle in der Saison aussehen? Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Fahrer und Teamchef?

"An den Rennwochenenden werde ich mich auf die Rolle des Fahrers konzentrieren. Es wird eine neue Situation für mich sein, für mein eigenes Team zu fahren, aber ich denke, wir sind gut aufgestellt. Wir haben Topleute in der Teamführung. Mein Vater kümmert sich als Leiter Technik um die Autos, und bei Klaus Graf als Teammanager laufen alle Fäden zusammen. Während die Autos nicht fahren, bin ich natürlich in alle Prozesse involviert, denn es ist ja auch meine Aufgabe als Teambesitzer, uns nach vorn zu bringen."
Brauchen Sie nach vielen Jahren in LMP1-Sportwagen noch etwas Zeit, um sich perfekt auf das GT3-Auto einzustellen?

"Es gibt sicherlich eine Umstellungsphase. Das letzte GT-Rennen habe ich 2013 bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring bestritten. Viele Parameter aus dem LMP1-Sport spielen bei den GT3-Fahrzeugen keine Rolle - wie zum Beispiel die Weiterentwicklung oder Reifentests. Man muss stattdessen aus den gegebenen Bedingungen das Beste machen. Mich reizt an der Herausforderung aber auch, dass es sehr viele Sieganwärter und Marken gibt. Mit dem Wechsel in den GT-Sport kehre ich wieder zu meinen Wurzeln zurück. In meinen Anfangsjahren als Porsche-Werksfahrer bin ich in vielen GT-Meisterschaften gefahren."
Sie teilen sich das Auto mit Kévin Estre, der parallel für Porsche auch in der WEC antritt. Werden Sie sich etwas von ihm Abschauen können?

"Bestimmt, denn Kévin ist einer der weltweit besten GT-Piloten. Er hat sehr viel Erfahrung und kennt das Auto sehr gut. Er hat 2016 in unserem Debütjahr im ADAC GT Masters vier Siege eingefahren und hat auch im vergangenen Jahr in Spa - beim ersten 24-Stunden-Rennen unseres Teams - eine Topleistung gezeigt. Ich bin sehr froh, dass er mein Teamkollege ist."
Was sind ihre Ziele für 2018?

"Ich glaube, über Platzierungen zu sprechen wäre unseriös. Wir starten in dieser Saison in einer neuen Konstellation, und bei dem starken Starterfeld kann man das Kräfteverhältnis jetzt noch nicht abschätzen. Wir wollen auf jeden Fall besser als 2017 abschneiden, wo unser Team eine Pole, einen Sieg, ein Podium und Platz acht in der Fahrer-Wertung geholt hat. Wie stark wir sein werden, sehen wir erst, wenn es losgeht."
Was erwarten Sie sich vom zweiten Auto des Teams, das von Klaus Bachler und Adrien de Leener pilotiert wird?

"Wir haben 2017 erstmals im ADAC GT Masters ein zweites Auto eingesetzt. Unsere beiden Fahrer waren neu in der Serie. Da war es klar, dass es ein Lehrjahr werden würde. Adrien de Leener bestreitet jetzt seine zweite Saison mit uns. Darüber sind wir sehr froh. Der wichtigste Faktor beim zweiten Auto ist, dass wir Klaus Bachler als Fahrer verpflichten konnten. Er ist ein weiterer Top-Pilot. Er wird - wie ich finde - leider oft unterschätzt. Klaus kennt den Porsche 911 GT3 R und die Strecken sehr gut. Er hat schon um den ADAC GT Masters-Titel gekämpft, und er wird nicht nur Adrien, sondern auch uns als Team helfen. Wir wollen mit zwei optimal besetzen Autos regelmäßig punkten, um auch in der Team-Wertung weiter nach vorn zu kommen. Ich denke, wir sind hier sehr gut aufgestellt."

Sonntag, 18. Februar 2018

BMW DTM-Fahrer bereiten sich auf die Saison vor

In Vorbereitung auf die kommende DTM-Saison trafen sich die sechs BMW DTM Piloten diese Woche in Capezzano Pianore bei Viareggio (ITA). Philipp Eng (AUT), Joel Eriksson (SWE), Augusto Farfus (BRA), Timo Glock (GER), Bruno Spengler (CAN) und Marco Wittmann (GER) absolvierten von Montag bis Donnerstag ein viertägiges Fitnesscamp.
eine Woche Fitness-Camp in Italien zur Saisonvorbereitung
Foto: BMW-Motorsport
Teamarzt Riccardo Ceccarelli (ITA) und sein Team Formula Medicine bereiteten einen umfangreichen und abwechslungsreichen Trainingsplan mit Aktivitäten in den Bereichen Fitnesstraining, Reaktionstraining und Mentaltraining vor.

Das Programm umfasste Cardio- und Krafttraining mit verschiedenen Geräten, CrossFit, Reaktionsübungen und Konzentrationsübungen sowie Sportarten wie Klettern und Beach-Volleyball. "Das Fitnesscamp ist immer ein Highlight in der Saisonvorbereitung", sagte Bruno Spengler. "Es ist fantastisch, dass wir alle am Ende der langen Winterpause zusammen sind. Es ist perfekt für Teambuilding vor der neuen Saison. Dr. Ceccarellis Team ist für uns jetzt wie eine Familie geworden. Sie stellen jedes Jahr neue, noch schwierigere Trainingseinheiten für unser Fitnesscamp auf. So sorgt der Doc dafür, dass sich unsere Fitness verbessert und wir sind perfekt auf den Saisonstart vorbereitet. "

Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Die vier Tage in Viareggio waren eine wertvolle, sehr positive Erfahrung für die beiden Neuzugänge im DTM-Kader. "Das Fitnesscamp war wirklich cool", sagte Eng. "Es war nicht nur gut zu sehen, wo deine körperlichen und mentalen Schwächen liegen, an denen du vor Beginn der Saison arbeiten musst, sondern es hat auch unglaublich viel Spaß gemacht, eine Woche mit den anderen Jungs ohne den Druck eines Rennwochenendes zu verbringen . Unsere Bauchmuskeln bekamen ein Training von den Trainingseinheiten und vom Lachen. Und die Woche war auch körperlich sehr anstrengend. Man merkte, dass wir auch hier im Wettbewerb denken, und jeder wollte die anderen in den Trainingsübungen übertreffen. Wir waren alle vom Schweiß getränkt. "

an der Kletterwand
Foto: BMW-Motorsport
Joel Eriksson ergänzte: "Während dieser Fitnesswoche habe ich nicht nur viel gelernt und hart trainiert, ich fühlte mich zum ersten Mal wie ein echtes Mitglied der BMW DTM Familie. Meine Mitfahrer viel besser kennenzulernen und als Team zusammenzuwachsen war eine tolle Erfahrung. Jetzt werde ich mich weiterhin auf mein DTM-Debüt vorbereiten und kann es kaum erwarten, dieses Jahr zum ersten Mal im BMW M4 DTM zu sitzen. "

Marco Wittmann wird der erste der sechs BMW DTM-Piloten sein, der in diesem Jahr am Steuer des BMW M4 DTM sitzt. Er wird vom 1. bis 3. März bei den Testfahrten in Vallelunga (ITA) im Einsatz sein und damit die kritische Phase der Saisonvorbereitungen markieren. Philipp Eng wird während des Tests in Italien auch vor Ort sein. Die DTM-Saison 2018 startet mit den ersten beiden Rennen am 5. und 6. Mai auf dem Hockenheimring (GER).

Freitag, 16. Februar 2018

DTM startet Ticketverkauf mit Gewinnspielaktion

Foto: Jens Hawrda
  • Vorverkauf beginnt am 16. Februar 2018
  • Fans können die DTM bereits ab zehn Euro live erleben
  • Frühbuchern winkt ein Treffen mit René Rast und eine Fahrt im DTM-Auto

Fans der DTM aufgepasst: Am Freitag, 16. Februar, beginnt der Ticket-Vorverkauf für die DTM-Saison 2018. Ab 10 Uhr können für die Rennveranstaltungen der populären Tourenwagenserie die Eintrittskarten in den bekannten Verkaufskanälen bestellt werden. Saisonstart ist vom 4. bis 6. Mai auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.
 
Fans, die zum Verkaufsstart kurzentschlossen zuschlagen, winken insgesamt zehn attraktive Preise, die man nicht kaufen kann. Die Käufer der ersten 10.000 Tickets nehmen automatisch an der Verlosung teil. Das Highlight ist die „DTM-Champion Experience“. Der Hauptgewinn beinhaltet eine Renntaxifahrt im Audi RS 5 DTM, ein Meet & Greet mit Champion René Rast, eine Behind-the-Scenes-Führung*, ein Grid-Ticket für die Startaufstellung der DTM* und obendrein ein Fan-Paket mit Merchandise-Artikeln wie Rucksack, Thermobecher, Caps und einer Ticket-Geschenkbox. Eingelöst wird der Gewinn bei dem Rennen, für das ein oder mehrere Tickets gekauft wurden.
 
Neben dem Hauptgewinn werden weitere neun Pakete, drei je Hersteller, für jeweils zwei Personen verlost. Die Gewinner der „DTM-Fan-Experience“ erhalten ebenfalls eine Führung hinter die Kulissen der DTM und dürfen vor dem Rennen in der Startaufstellung Fahrer und Autos hautnah erleben. Das Fan-Paket (Rucksack, Sonnencreme, Thermobecher, Caps, Ticket-Geschenkbox) darf ebenso nicht fehlen. Auch diese Preise gelten für das DTM-Wochenende, zu dem das Ticket im Vorverkauf erworben wurde.
 
Ein unvergessliches Erlebnis für die Familie
 
Ein DTM-Wochenende ist nicht nur pures Racing, sondern ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Neben den im vergangenen Jahr etablierten Attraktionen Pit-View, Fan-Village und Fan-Terrasse, sorgen Konzerte und Autogrammstunden für jede Menge gute Unterhaltung und Abwechslung. „Wir haben 2017 einiges ausprobiert – besonders beim Finale in Hockenheim. Die Zuschauerzahlen sowie die vielen Kommentare der Fans in den Sozialen Medien haben uns gezeigt, dass das Angebot gut ankam. Unser Anspruch ist, das Erlebnis DTM in diesem Jahr noch besser zu machen“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron.
 
Das Family-Ticket ist ein besonders attraktives Angebot
 
Bereits ab zehn Euro können Fans die DTM an den Freitagen live und hautnah erleben, Wochenendtickets sind für die Rennen in Deutschland ab 30 Euro zu haben. Ein besonders attraktives Angebot ist das Family-Ticket, das vier Tickets für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis einschließlich 14 Jahre zum rabattierten Preis beinhaltet. Der Vorverkauf für die Veranstaltung Ende August in Misano (ITA) beginnt in den nächsten Tagen.
 
Der Ticketverkauf beginnt in dieser Saison später als in den Jahren zuvor. Grund dafür ist ein Wechsel des Vertriebspartners seitens der DTM-Dachorganisation ITR und den damit verbundenen Systemumstellungen. Bestellt werden können die Karten über die offizielle Homepage www.dtm.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) von Montag bis Freitag jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr und am Samstag von 9:00 bis 18:00 Uhr.
 
* jeweils inkl. einer Begleitperson

Mercedes bereitet sich im Fitness Camp auf DTM-Saison vor

Bevor die sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Piloten wieder in ihre Autos steigen dürfen, schwitzten sie bei der alljährlichen Fitnesswoche in La Manga

 
  • Start der Saisonvorbereitung beim Fitness Camp im spanischen La Manga vom 12.-16. Februar 2018
  • Umfangreiches Trainingsprogramm mit Einzelsportarten, Mannschaftstraining und Teambuilding
  • Pascal Wehrlein: „Es hat mega viel Spaß gemacht und ich bin von allen wieder super aufgenommen worden“
  • Ulrich Fritz: „Der Teamgeist ist vor dem Start in unsere letzte DTM-Saison besonders ausgeprägt“
Foto: Mercedes-Motorsport
Die neue DTM-Saison kann kommen: Vom 12.-16. Februar bereiteten sich die sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer bei der traditionellen Fitnesswoche im spanischen La Manga auf die bevorstehenden Aufgaben in der DTM-Jubiläumssaison vor. Ein besonderer Anlass für die Fahrer und das Team, denn vor exakt 30 Jahren startete die Marke mit dem Stern in ihre erste DTM-Saison mit einer Werksmannschaft.
 
„Es war eine gute Woche mit harten Trainingseinheiten“, fasste Team-Captain Gary Paffett zusammen. „Es war schön, viele Mannschaftssportarten auszuüben, um das Team noch näher zusammenzubringen und die Zusammenarbeit unter den Fahrern weiter zu verbessern. Schließlich haben wir uns über den Winter nicht so oft gesehen.“ Für Gary stellt die traditionelle Fitnesswoche in La Manga eine Art inoffiziellen Saisonstart dar. „Es war auch schön, dass einige Ingenieure und das Strategieteam hier waren, obwohl wir sie beim Laufen richtig abgehängt haben. Aber es ist super, dass sie sich so reinhängen und wir hatten alle zusammen eine schöne Zeit.“
 
Ein wichtiger Programmpunkt in dieser Woche war natürlich die sportliche Betätigung. Dabei reichte die Palette von Mountain Bike über Tennis und Fußball bis zu Pilates, Martial Arts und Stand-Up Paddeling. Komplettiert wurde der Zeitplan durch die obligatorischen medizinischen Checks sowie Besprechungen für die anstehende DTM-Saison. Aber auch Gemeinschaftsaktionen wie gemeinsame Abendessen oder ein Filmabend sorgten dafür, den ohnehin schon sehr guten Teamzusammenhalt weiter zu stärken.
Foto: Mercedes-Motorsport
„Die Gruppe ist harmonisch“, bestätigte Lucas Auer. „Mein Highlight war das Stand-Up Paddeling im Meer. Das war unglaublich schwierig und die beste Trainingseinheit. Alles war cool und wir hatten schönes Wetter in Spanien, besser geht’s nicht.“ So sieht es auch Daniel Juncadella, der das Trainingslager in seiner Heimat sichtlich genossen hat. „Es war super, wieder hier in La Manga dabei zu sein“, betonte Daniel. „Es ist einfach ein toller Ort, um zu trainieren.“
 
Auch Paul Di Resta gefiel der gemeinsame Startschuss für die letzte DTM-Saison von Mercedes-AMG Motorsport. „Es war klasse, den Körper zu mobilisieren und die Muskeln nach der Winterpause aufzuwecken“, so Paul. „Das Hauptaugenmerk lag auf dem Teamwork, aber jetzt folgt der Teil, für den unser Herz am meisten schlägt – wenn wir wieder am Lenkrad sitzen. Darauf freue ich mich am meisten.“
 
Mit dieser Vorfreude ist Paul natürlich nicht allein. Auch Edoardo Mortara ist nach seinem zweiten Fitnesscamp mit dem Team in La Manga bereit für die anstehende Saison. „Ich liebe die Fitnesswoche“, sagte er. „Wir hatten sehr viel Spaß beim Mountainbiking, Fußball spielen und Stand-Up Paddeling. Auch das Wetter war richtig gut, nicht zu heiß und nicht zu kalt.“
 
Pascal Wehrlein kehrt in dieser Saison nach zwei Jahren in der Formel 1 in die DTM zurück. In La Manga hatte er zum ersten Mal seit der Bekanntgabe seines Comebacks die Gelegenheit, seine Teamkollegen zu treffen. „Es hat mega viel Spaß gemacht und ich bin von allen wieder super aufgenommen worden“, sagte Pascal, der besonderen Gefallen am Stand-Up Paddeling fand. „Obwohl das Wasser mit nur zehn Grad ein bisschen kalt war für diese Jahreszeit“, fügte er mit einem Lächeln hinzu. „Es war auch gut, dass einige Ingenieure hier waren und wir das Vorgehen für die anstehende Saison besprechen konnten. Denn wir haben alle das gleiche Ziel: Wir wollen eine sehr gute Saison abliefern und diese Woche stellt einen guten Anfang dafür dar.“
 
Dem konnte sich Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz nur anschließen: „Das Fitnesscamp in La Manga ist für uns alle in den vergangenen Jahren zu einer liebgewonnenen Tradition geworden“, sagte er. „Natürlich steht dabei die körperliche Vorbereitung auf eine anstrengende Saison im Vordergrund, aber auch der Zusammenhalt innerhalb des Teams wird durch die gemeinsame Zeit in Spanien gestärkt. Das hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt. Unsere beiden Rückkehrer Dani und Pascal fanden sich auf Anhieb wieder in der Gruppe zurecht und der Teamgeist ist vor dem Start in unsere letzte DTM-Saison besonders ausgeprägt. Jetzt ist es an der Zeit, mit den ersten Testfahrten die nächste Stufe in unserer Saisonvorbereitung anzugehen.“

Donnerstag, 15. Februar 2018

DTM: Interview mit Audi-Pilot Robin Frijns

Robin Frijns: „Ich habe schon lange von der DTM geträumt“

  • Niederländer startet 2018 als Rookie in der DTM
  • Große Vorfreude auf sein Heimrennen in Zandvoort
  • Startnummer vier als bisherige Glückszahl auf seinem Audi RS 5 DTM
Robin Frijns
Foto: Audi-Motorsport
Robin Frijns ist vor Kurzem zum Audi-Werksfahrer in der DTM aufstiegen. Für den Niederländer ging damit ein Traum in Erfüllung, der 2015 im GT-Programm von Audi Sport seinen Anfang nahm. Im Interview blickt der 26-Jährige zurück auf seine bisherige Motorsportlaufbahn und verrät seine Ziele für seine Rookie-Saison in der DTM.
 
Zuallererst: Können Sie uns verraten, wie man Ihren Namen richtig ausspricht?

Frijns: „Auf Niederländisch wird mein Name „Freijns“ ausgesprochen, mit einem langen „e“. Im Englischen sagt man hingegen meistens „Frins“ mit einem kurzen „i“. Für mich persönlich macht es aber keinen Unterschied. Solange ich es merke, wenn ich angesprochen werde, ist beides für mich vollkommen in Ordnung.“
 
Wie viele andere Rennfahrer starteten auch Sie Ihre Motorsportlaufbahn mit Kartfahren. Ist es aus Ihrer Sicht ein guter Einstieg in den Rennsport?

„Für mich persönlich war es auf jeden Fall ein guter Start für meine Motorsportkarriere. Im Kartsport habe ich zum einen die Fertigkeiten des Rennfahrens erlernt und habe mich zum anderen bereits mit den technischen Dingen des Sports auseinandergesetzt. Ich habe damals schon am Kart und am Chassis getüftelt, um das Setup zu verbessern. Man fährt eben nicht nur Rennen, sondern erhält Einblicke in alle Aspekte des Motorsports.“
 
Sie waren im Formelsport aktiv, ehe Ihre GT-Karriere mit Audi Sport customer racing begann. Wie blicken Sie auf die Zeit zurück?

„Ich hatte drei sehr erfolgreiche Jahre im Formelsport, in denen ich mich gegen bedeutende Namen durchsetzen und jeweils die Meisterschaft gewinnen konnte. In den beiden Folgejahren hatte ich als Formel-1-Testfahrer nur noch wenig Gelegenheit, selbst Rennen zu bestreiten. Insofern war es für mich eine großartige Möglichkeit, mit Audi den Weg in den GT-Sport gehen zu können und endlich wieder Rennen zu fahren. Heute bin ich mehr als froh, die Chance damals ergriffen zu haben. Zusammen konnten wir viele Erfolge feiern.“
 
Beim Young Driver Test 2013 haben Sie das erste Mal in einem Audi RS 5 DTM Platz genommen. Fünf Jahre später sind sie selbst Audi-Werksfahrer und gehören zum DTM-Kader. Wie haben Sie reagiert, als Sie es erfuhren?

„Ich habe schon lange von der DTM geträumt. Die Serie hat eine so lange Tradition und steht für spannendes Racing – genau das, was ich mag. Als ich erfuhr, dass ich zum DTM-Kader von Audi gehören werde, war ich überglücklich und baff zugleich. Dementsprechend kann ich mein erstes DTM-Rennwochenende kaum noch erwarten.“
 
Während Ihrer Zeit im Formelsport konnten Sie zweimal als Rookie Titel gewinnen. Was sind Ihre Ziele für Ihre erste DTM-Saison?

„René Rast hat im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass es auch hier möglich ist. Aber ich bleibe da ganz realistisch. Schließlich stehe ich Fahrern gegenüber, die seit Jahren – wenn nicht gar Jahrzehnten – in der DTM aktiv sind. Mein vornehmliches Ziel wird sein, mich möglichst schnell an das Umfeld und an das Auto zu gewöhnen. Und ich möchte einfach Spaß haben, denn das ist bei mir die Voraussetzung, um in den Rennen auch schnell zu sein. Wenn am Ende Podiumsplätze oder sogar Siege dabei rumkommen – umso besser.“
 
Sie haben Ihre Startnummer für die DTM-Saison 2018 bereits ausgesucht. Gibt es einen bestimmten Grund, warum Sie diese Zahl gewählt haben?

„Das stimmt, ich habe mich für die Startnummer vier auf meinem Audi RS 5 DTM entschieden. Die Zahl hat mich während meiner erfolgreichen Jahre im Formelsport begleitet und mir viel Glück gebracht. Und das wird sie hoffentlich auch weiterhin tun.“
 
Freuen Sie sich schon auf das Rennwochenende in den Niederlanden vor heimischem Publikum, wenn die DTM im Juli in Zandvoort zu Gast ist?

„Auf jeden Fall! Vergangene Saison habe ich mir das Sonntagsrennen in Zandvoort vor Ort angeschaut und war sehr beeindruckt. Es waren wirklich viele Zuschauer da. Ich hoffe all die Fans in diesem Jahr wiederzusehen. Als einziger Niederländer im DTM-Feld freue ich mich natürlich schon riesig auf das Event und die Unterstützung durch meine Landsleute.“
 
Während Ihrer Zeit im GT-Sport haben Sie sich zumeist ein Cockpit mit Ihren Teamkollegen geteilt und haben bei vielen Rennen Erfolge gefeiert. In Macau waren Sie sehr erfolgreich allein unterwegs und jetzt in der DTM werden Sie wieder allein im Auto sitzen. In der DTM werden Sie wieder allein hinter dem Lenkrad Platz nehmen. Was bevorzugen Sie?

„Ich persönlich ziehe es vor, ein Rennauto für mich allein zu haben. Gemeinsam mit dem Team kann ich somit Schritt für Schritt das Setup an meinen Fahrstil anpassen. Ein Cockpit mit Teamkollegen zu teilen macht natürlich auch großen Spaß. Aber du gehst dabei immer Kompromisse ein. Das ist auch ein Grund, warum ich mich auf die DTM freue. Als Fahrer hat man da eben das Privileg, sein eigenes Auto zu haben und individuelle Abstimmungen vornehmen zu können.“
 
Was war für Sie persönlich der bedeutendste Moment, seit Sie mit Audi Rennen bestreiten?

„Mein bisheriges Highlight war der Titelgewinn im Blancpain GT Series Sprint Cup im vergangenen Jahr, zusammen mit Stuart Leonard im Audi R8 LMS des Belgian Audi Club Team WRT. Vor dem finalen Rennwochenende lagen wir nicht so aussichtsreich wie manch andere Teams. Ich konnte mich in meinem Stint dann immer weiter nach vorn kämpfen. Wir haben das Rennen gewonnen und dadurch auch den Titel geholt. In der Art und Weise war es schon etwas ganz Besonderes.“
 
Welche Langzeitziele versuchen Sie in Zukunft noch zu erreichen?

„Zunächst liegt mein Fokus auf der DTM. Grundsätzlich ist meine Herangehensweise eigentlich immer die gleiche. Egal in welchem Rennen oder in welcher Serie ich an den Start gehe, ich möchte immer wettbewerbsfähig sein und nach Möglichkeit mit um den Sieg kämpfen. Ich freue mich sehr auf meine erste DTM-Saison, in der ich hoffentlich gute Platzierungen einfahren werde – für mich persönlich und für Audi.“