Samstag, 18. Februar 2017

Erster DTM-Test des Jahres in Portugal

Foto: Jens Hawrda
Von Dienstag bis Donnerstag kommender Woche (21. bis 23. Februar) bereiten sich Audi, BMW und Mercedes-Benz bei gemeinsamen Testfahrten in Portimão (Portugal) auf die neue DTM-Saison vor. Für Audi ist es der letzte Test vor der Homologation des neuen Audi RS 5 DTM am 1. März. Mattias Ekström absolviert für Audi in Portimão am Montagnachmittag das Roll-out und am Dienstag den ersten der drei Testtage. Am Mittwoch teilen sich die beiden DTM-Neulinge Loïc Duval und René Rast die Testarbeit. Am Donnerstag übernimmt Jamie Green den Testträger, mit dem Audi Komponenten des neuen RS 5 DTM erprobt. Die DTM-Saison 2017 beginnt am 6./7. Mai in Hockenheim.

Freitag, 17. Februar 2017

DTM: Interview mit Loïc Duval - „Ich möchte in der DTM aufs Podium“

  • Le-Mans-Sieger freut sich auf neue Herausforderung im Audi RS 5 DTM
  • Große Erwartungen an seine Rookie-Saison in der DTM
  • Erstes DTM-Rennen am 6. Mai auf dem Hockenheimring

Neue Herausforderung für Loïc Duval: Nach fünf Jahren mit Audi in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, einem Titelgewinn und einem Le-Mans-Sieg wechselt der 34 Jahre alte Franzose 2017 in die DTM. Im Interview berichtet Duval von seinen ersten Eindrücken im Audi RS 5 DTM und dem Gefühl, wieder ein Rookie zu sein.
Loic Duval
Foto: Audi-Motorsport
Der Wechsel von der WEC in die DTM ist ein großer Schritt – freuen Sie sich auf die neue Herausforderung?

Loïc Duval: „Ich war immer ein großer Fan der DTM. Schon als ich in der Formel 3 Euro Serie fuhr, habe ich die DTM-Rennen mit großer Spannung verfolgt. Die DTM bietet starke Fahrer, tolle Autos und packende Rennen. Als mich Dieter Gass anrief und fragte, ob ich in der DTM fahren möchte, habe ich sofort Ja gesagt.“

Wie war Ihr Eindruck vom Audi RS 5 DTM beim ersten DTM-Test in Jerez?

„Ich bin in Japan bereits ähnliche Autos gefahren, deshalb fühlte ich mich gleich wohl. Der RS 5 DTM besitzt viel Power und eine gute Aerodynamik. Ein unbekannter Faktor sind die Reifen: Ich war auf 2016er-Reifen unterwegs und kann nicht einschätzen, wie groß der Unterschied zu den 2017er-Reifen sein wird. Insgesamt hatte ich zwei wichtige Testtage, je einen Tag im Trockenen und im Nassen. So konnte ich das Auto bei verschiedenen Bedingungen kennenlernen.“

Wie sind Sie in der DTM-Mannschaft von Audi Sport aufgenommen worden?

„Meine neuen Teamkollegen haben mich positiv empfangen. Ich kenne die Audi-DTM-Fahrer schon seit vielen Jahren. Obwohl ich in der WEC fuhr, haben wir uns beim Fitness-Camp und vielen Terminen getroffen. Alle waren sehr nett und haben mir viele Fragen beantwortet. Den engsten Draht habe ich natürlich zu René Rast und Mike Rockenfeller, da wir bereits als Teamkollegen in der WEC und bei den 24 Stunden von Le Mans viel Zeit miteinander verbracht haben.“

Wovor haben Sie in der DTM am meisten Respekt?

„Es gibt in der DTM viele Fahrer mit einer riesigen Erfahrung. Im Qualifying ist es oft sehr eng, zwei Zehntelsekunden Unterschied entscheiden darüber, ob man an der Spitze ist oder in der Startaufstellung ganz hinten steht. Man muss in der DTM alles in einer sehr engen Zeit zusammenbringen. Ich kann noch schwer einschätzen, wie lange ich brauchen werde, um mich dort einzufinden. Auch die Beziehung zum Renningenieur ist sehr wichtig. Da brauchen wir sicherlich auch am Anfang noch Zeit, bis wir uns richtig verstehen.“

Die DTM-Autos verändern sich gegenüber 2016 technisch etwas. Ist das ein kleiner Vorteil, genau in diesem Moment in die DTM zu wechseln?

„Trotz meiner Erfahrung im Motorsport bin ich ja fast wieder ein Rookie. Da ist es sicherlich etwas leichter, gerade jetzt in die DTM zu wechseln. Denn 2017 gibt es Veränderungen an Aerodynamik, Motorleistung und Reifen. Hinzu kommt, dass die Reifen nicht mehr vorgewärmt werden dürfen. Da diese Dinge auch für erfahrene Piloten eine Umstellung bedeuten, ist es für mich vielleicht einfacher, auf den gleichen Level zu kommen.“

Kennen Sie bereits alle DTM-Rennstrecken?

„Viele DTM-Strecken kenne ich aus meiner Zeit in der Formel 3 Euro Serie, neu sind für mich Moskau, Budapest und der Red Bull Ring. Doch heutzutage ist es relativ einfach, sie am Simulator kennenzulernen. Die letzten Hundertstel findet man aber nur auf der Strecke.“

Wie sieht Ihre Saisonvorbereitung aus?

„Die Winterpause ist ja sehr lang, ich mache eine Menge Sport. Außerdem werde ich einige Tage mit dem Team verbringen und nach Neuburg fahren, um mehr Leute aus dem DTM-Umfeld kennenzulernen. Zwischen Februar und April sind noch weitere Tests geplant, auf die ich mich sehr freue.“

Einige DTM-Rennen kollidieren mit der Formel E. Was hat für Sie Priorität?

„Definitiv Audi – wie bisher auch. Wenn es Überschneidungen mit der Formel E gibt, werde ich natürlich mit Audi in der DTM fahren, keine Frage.“

Was ist Ihr Ziel für die Saison 2017?

„Ich möchte eine Menge Spaß haben, dann sind auch die Resultate gut. Je schneller ich mich an die DTM anpasse, umso früher kann man gute Ergebnisse erwarten. Ich möchte in der DTM in der kommenden Saison gerne aufs Podium.“

Welchen Audi fahren Sie derzeit privat?

„Ich fahre zurzeit einen Audi RS 6, warte aber auf den Audi SQ7. Das ist ein tolles Auto mit einem starken TDI-Motor und einer Menge Platz für meine zwei Kinder und viel Gepäck.“

Donnerstag, 16. Februar 2017

DTM: Drei Fragen an Maro Engel

Maro Engel auch 2017 ein vielbeschäftigter Rennfahrer
Foto: Mercedes-Motorsport

Maro, du bist nach deinen GT3-Einsätzen in Dubai, Daytona und Bathurst letzte Woche zu deinen DTM-Teamkollegen in das Trainingslager gestoßen. Wie waren die ersten Tage und was steht bei dir in den nächsten Wochen auf dem Plan?

Maro Engel: Ich bin aufgrund des Rennens in Bathurst erst etwas später zu den Jungs gestoßen, aber es war ein tolles Trainingscamp. Wir haben hart trainiert, hatten viel Spaß zusammen und sind alle als Team noch enger zusammengewachsen. Für mich geht es jetzt zunächst zum Formel-E-Rennen nach Buenos Aires, bevor ich meine DTM-Teamkollegen wieder beim Test in Vallelunga sehe. Aber zuvor werde ich öfter bei HWA in Affalterbach vorbeischauen und mich auf die Saison vorbereiten. Ich kann es kaum erwarten, dass die DTM-Saison richtig losgeht.

Wird man dich im Laufe der Saison trotz vollem Terminkalender mit DTM und Formel-E auch noch bei dem einen oder anderen GT3-Rennen sehen?

Maro Engel: Die GT3-Rennen sind fantastische Rennen und mir sehr ans Herz gewachsen. Besonders freue ich mich auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, um unseren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die Nordschleife ist eine ganz besondere Rennstrecke und immer wieder eine neue Herausforderung, dort mit der Startnummer #1 an den Start zu gehen ist etwas Besonderes. Wenn es zeitlich irgendwie möglich ist, versuche ich auch noch weitere GT-Rennen zu bestreiten. Vor allem der FIA GT World Cup in Macau wäre für mich ein weiteres Highlight. Mal schauen, was sich im Laufe des Jahres noch so ergibt...

Du bist als Mercedes-AMG Markenbotschafter ernannt worden. Was bedeutet dir diese Ernennung und wie sehen deine Aufgaben aus?

Maro Engel: Es ist eine Ehre für mich und es freut mich sehr, dass ich damit noch enger mit der Marke verbunden bin. Mercedes-AMG ist für mich schon immer die Marke, mit der ich mich zu hundert Prozent identifiziere. Für mich zählen die Mercedes-AMG Fahrzeuge nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch auf der Straße zu meinen absoluten Traumautos. Es stehen viele spannende Projekte an, ich werde weiterhin für die AMG Driving Academy im Einsatz sein und ich freue mich auf die Aufgaben als Repräsentant und Botschafter der Marke Mercedes-AMG bei Messen, Events und weiteren Veranstaltungen. Zudem freue ich mich, in der DTM mit der Startnummer 63 auf meinem Mercedes-AMG C 63 DTM an den Start zu gehen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Twin Busch Motorsport steigt mit Audi ins ADAC GT Masters ein

  • Team aus Bensheim vor Debütsaison in der „Liga der Supersportwagen“
  • Zwillinge Marc und Dennis Busch pilotieren einen Audi R8 LMS
Twin Busch Motorsport setzt auf Audi R8 LMS
Foto: ADAC-Motorsport
Familienzuwachs in der „Liga der Supersportwagen“: Mit Twin Busch Motorsport verzeichnet das ADAC GT Masters ein renommiertes Team mit einem Audi R8 als Neuzugang. Nach erfolgreichen Jahren auf der Nürburgring-Nordschleife schickt der Twin-Busch-Teamchef Harald Busch in der Saison 2017 einen R8 für seine Söhne, die Zwillinge Marc und Dennis (beide 29), ins Rennen. Das ADAC GT Masters startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2017. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

„Nach langen Jahren in der VLN-Langstreckenmeisterschaft wollen wir mal etwas anderes machen“, erklärt Teamchef Harald Busch den Wechsel von der Breitensportserie in die „Liga der Supersportwagen“. „Wir rechnen mit einem noch stärkeren Konkurrenzdruck und einer extrem hohen Leistungsdichte im ADAC GT Masters. Wir werden viele Dinge in kurzer Zeit lernen müssen – aber genau darin liegt unsere Herausforderung. Unsere Erfolge unterstreichen, dass wir die Qualität haben.“

Unter anderem feierte Twin Busch Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife mit dem aktuellen Audi R8 und dem Vorgängermodell zwei Gesamtsiege. Das Privatteam ist bestens eingespielt: Die Zwillinge verstehen sich blind, teilen sich seit 2007 ein Auto und feierten seitdem viele weitere Erfolge. Seit 2012 starten beide mit einem GT3-Sportwagen. Während das ADAC GT Masters für Marc Busch Neuland ist, absolvierte Bruder Dennis im vergangenen Jahr auf dem Nürburgring einen Gaststart und fuhr an der Seite von Ex-Champion Christopher Haase zwei Mal in die Top Ten.

Doch wer bei Twin Busch Motorsport in Zusammenhang mit dem Nürburgring von einem Heimspiel spricht, erntet Widerspruch – vom Teamchef höchstpersönlich. „Der Rennkalender des ADAC GT Masters ist sehr attraktiv. Aber wir freuen uns besonders auf die Rennen am Hockenheimring, der von unserem Teamsitz in Bensheim keine halbe Stunde entfernt ist.“

Dienstag, 14. Februar 2017

Drei Fragen für ... Timo Scheider

Timo Scheider freut sich auf seine Aufgaben bei BMW
Foto: Jens Hawrda
Seit vielen Jahren waren Timo Scheider und die anderen BMW-Werksfahrer auf Rennstrecken dieser Welt als Rivalen unterwegs. Nun wird der 38-Jährige das BMW-Team beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring (GER) unterstützen. Was vielleicht viele nicht wissen, der DTM-Champion von 2008 und 2009 hat auch eine beeindruckende  Bilanz in GT-Rennen vorzuweisen. Scheider war Teil des siegreichen Teams beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Jahr 2003. Er triumphierte zweimal bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL, 2005 und 2011) und er stand bei seinem Debüt in Le Mans (FRA) 24-Stunden-Rennen im Jahr 2010 auf dem Podium. Im folgenden Interview spricht er über seine neue Herausforderung und seine Erfahrungen mit dem BMW M6 GT3.

Timo, was denkst Du über, die neue Zusammenarbeit mit BMW?

Timo Scheider: "Ich hatte völlig vergessen, wie es sich anfühlt, ein neues Projekt zu starten. Man glaubt oft, dass alles perfekt ist und dass man noch voll motiviert sind. Dann, ganz plötzlich, erhält man eine neue Gelegenheit und erkennt, dass es noch mehr gibt. Diese Revitalisierung kann auf der Rennstrecke in  neue Leistung umgesetzt werden. "

Wie haben Sie BMW im Laufe Ihrer langen Karriere gefunden?

Scheider: "BMW war schon immer ein harter Gegner für mich, aber auch immer eine sehr angenehme Marke. Wir hatten immer schöne Kämpfe miteinander auf der Strecke. Ich habe viel mehr Freunde im BMW Fahrer-Kader als bei jedem anderen Hersteller. Die Chemie stimmt einfach. Zum Beispiel ist Timo Glock einer meiner besten Freunde und hat immer viel darüber gesprochen, was BMW Motorsport alles macht. Es wäre ein Traum für mich, ein Auto mit ihm zu teilen. Was auch immer passiert, ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Jungs. "

Was sind Ihre Erwartungen an das 24-Stunden-Rennen?

Scheider: "Letztes Jahr hatte ich ein oder zwei Kämpfe mit einem BMW M6 GT3. Ich saß praktisch in der ersten Reihe und kann die Stärken des Autos beurteilen, deshalb ist es für mich eine tolle Gelegenheit, das Cockpit zu wechseln und die Nordschleife in Angriff zu nehmen. Ich bin zuversichtlich, dass der BMW M6 GT3 in der Lage ist das eine oder andere Autos zu schlagen. "