Sonntag, 25. Februar 2018

DTM: Audi bereit für Titelverteidigung

  • Fitnesswoche der Audi-DTM-Piloten auf Lanzarote
  • Robin Frijns wird Teamkollege von Nico Müller
  • DTM-Champion René Rast möchte „Glücksnummer 33“ behalten

Winter in Deutschland, Sonne auf den Kanarischen Inseln: Auf Lanzarote haben sich die Audi-DTM-Piloten bei optimalen äußeren Bedingungen auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Außerdem haben die Verantwortlichen festgelegt, welcher Fahrer 2018 in welchem Audi-Team an den Start geht.



Die Audi DTM-Piloten machen sich auf Lanzarote fit für die neue Saison
Foto: Audi-Motorsport
Schwimmen, Krafttraining, Laufen, Radfahren und jede Menge Spaß: Unter Leitung von Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen und Aufsicht von Teamarzt Dr. Vincenzo Tota absolvierten die sechs DTM-Piloten eine abwechslungsreiche Trainingswoche. Gemeinsam mit ihren Fahrerkollegen aus der Formel E, den Teamchefs und Audi-Motorsportchef Dieter Gass reisten sie zum Club La Santa auf Lanzarote, den Profisportler aus der ganzen Welt als Trainingslager schätzen. Audi nutzte die Woche auch dazu, die DTM-Mannschaft vor der neuen Saison zusammenzuschweißen. „Teamgeist war schon immer eine unserer größten Stärken“, sagt Dieter Gass. „Darauf setzen wir auch in Zukunft.“

Vor der gemeinsamen Woche auf Lanzarote war noch offen, welcher Audi-Pilot nach der erfolgreichen zurückliegenden Saison in der DTM 2018 in welchem Team an den Start geht. Dabei hat sich Audi für Konstanz entschieden. „Das Motto ‚never change a winning team‘ ist sicherlich nicht neu“, sagt Gass. „Wenn man alle drei DTM-Titel holt und auch noch die ersten vier Plätze in der Fahrerwertung, gibt es wirklich keinen Grund, alles zu verändern. Deshalb übernimmt unser Neuling Robin Frijns das Cockpit von Mattias Ekström bei ABT. Die beiden anderen Fahrerpaarungen bei Phoenix und Rosberg bleiben unverändert. Ich bin davon überzeugt, dass wir damit für die Titelverteidigung in der DTM bestens aufgestellt sind.“

Der Niederländer Robin Frijns wird damit im Audi Sport Team Abt Sportsline neuer Teamkollege des Schweizers Nico Müller. Die beiden 26-Jährigen bilden das jüngste Audi-Fahrerduo in der DTM, wobei Müller mit 64 DTM-Rennen schon fast ein alter Hase ist.

Im Audi Sport Team Phoenix starten der Deutsche Mike Rockenfeller, DTM-Champion des Jahres 2013, und der Franzose Loïc Duval, der 2018 seine zweite DTM-Saison in Angriff nimmt.

Das Audi Sport Team Rosberg bilden unverändert Jamie Green, der im Winter von Monaco in seine Heimat Großbritannien zurückgezogen ist, und Titelverteidiger René Rast. Der Deutsche möchte in der DTM 2018 nicht mit der Startnummer 1 des amtierenden Champions, sondern wieder mit der Startnummer 33 fahren, mit der er im vergangenen Jahr als Rookie den DTM-Titel gewann. „Die 33 gefällt mir und sie hat mir Glück gebracht“, sagt Rast.

Green und Rast absolvieren vom 1. bis 3. März in Vallelunga die ersten Testfahrten mit der 2018er-Version des Audi RS 5 DTM. Beim abschließenden Test in Hockenheim kommen vom 9. bis 12. April dann alle sechs Audi-Piloten zum Einsatz, ehe die neue Saison am 5. und 6. Mai ebenfalls auf dem Hockenheimring beginnt.

Insgesamt stehen in diesem Jahr 20 Rennen bei zehn Veranstaltungen in Deutschland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich und Ungarn auf dem Programm. Der Ticketverkauf hat unter www.dtm.com/tickets bereits begonnen. In Deutschland überträgt SAT.1 alle Rennen.

Die Audi-Teams in der DTM 2018

Audi Sport Team Abt Sportsline
#4 Robin Frijns (NL)
#51 Nico Müller (CH)

Audi Sport Team Phoenix
#77 Loïc Duval (F)
#99 Mike Rockenfeller (D)

Audi Sport Team Rosberg
#33* René Rast (D)
#53 Jamie Green (GB)

Samstag, 24. Februar 2018

RWT Racing verpflichtet Claudia Hürtgen für ADAC GT Masters

  • Hürtgen wird Teamkollegin von Stammpilot Sven Barth
  • Rennstall setzt weiter auf Corvette C7 GT3-R
  • Teamchef Gerd Beisel: „Wollen um Siege mitkämpfen“
Claudia Hürtgen startet 2018 wieder im ADAC GT-Masters
Foto: ADAC-Motorsport
RWT Racing präsentiert eine neue Fahrerpaarung für das ADAC GT Masters. Neben Stammpilot Sven Barth (37/Illertissen) startet erstmals Claudia Hürtgen (46/München) für das Team. Zum Einsatz kommt erneut eine Corvette C7 GT3-R, das Meisterfahrzeug der vergangenen Saison. Die „Liga der Supersportwagen“ bestreitet vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren ersten Lauf des Jahres. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.

Teamchef Gerd Beisel ist dank seiner Piloten optimistisch: „Mit der Verpflichtung von Claudia erhoffen wir uns natürlich einiges. Ich denke, damit schlagen wir einen richtigen Weg ein. Er kann uns nicht nur weiter nach vorn bringen, sondern ich glaube auch, dass wir mit dieser Fahrerpaarung um Siege mitkämpfen können.“

RWT Racing geht 2018 in die fünfte ADAC GT Masters-Saison. 2013 gab das Team aus Eberbach mit der Corvette Z06.R GT3 seinen Einstand, ein Jahr später gelang auf dem Nürburgring der erste Sieg. 2017 startete der Rennstall erstmals mit der Corvette C7 GT3-R und fuhr mit dem von Callaway Competition gebauten US-Sportwagen bereits beim dritten Saisonlauf auf dem Red Bull Ring auf das Podium. Auch in dieser Saison kommt der bullige GT3-Sportwagen zum Einsatz, mit dem Jules Gounon 2017 das ADAC GT Masters gewann.

Sven Barth, der seit dessen Einstieg für das Team im ADAC GT Masters fährt, ist von seiner neuen Teamkollegin überzeugt: „Claudia kann auf über 30 Jahre Motorsporterfahrung zurückblicken und hat allein im ADAC GT Masters sieben Rennen gewonnen. Das sagt schon einiges aus.“

Hürtgen war in den vergangenen Jahren vor allem für BMW aktiv und hat die Entwicklungen der Modelle Z4 GT3 und M6 GT3 maßgeblich begleitet und unzählige Test- sowie Renneinsätze für Schubert Motorsport absolviert – darunter auch im ADAC GT Masters. Ihre bisher beste Saison in der „Liga der Supersportwagen“ hatte sie 2014, als sie dank zweier Siege Gesamtvierte wurde. In dieser Saison kehrt die mit insgesamt sieben Siegen erfolgreichste Frau in der bisherigen Geschichte der Serie in das ADAC GT Masters zurück. „Ich habe die Performance der Corvette in den letzten beiden Jahren beobachtet und war Ende 2015 bei der Fahrzeugpräsentation in Hockenheim vor Ort“, so Hürtgen. „Ein tolles Auto und mit dem 6,2-Liter-Saugmotor einfach ein Traum. Klar wollen wir die Trophy-Wertung gewinnen und so viele Erfolge wie möglich einfahren“, umschreibt Hürtgen ihre Ziele.

Freitag, 23. Februar 2018

DTM: Drei Fragen an Lucas Auer

„Ein hartes Duell Auer gegen Wehrlein? Das wäre ganz sicher richtig cool“

Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Die neue DTM-Saison 2018 steht in den Startlöchern. Auf welche Rennen freust Du dich am meisten?
 
Lucas Auer: Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Rennkalender. Meine absoluten Highlights darin sind natürlich der Klassiker am Norisring und der Neuzugang in Misano. Ich mag Italien sehr und deshalb freue ich mich besonders auf die Stimmung dort, gerade, da es ein Nachtrennen ist. Wir haben dieses Jahr auch ein Rennwochenende mehr als in den vergangenen Jahren, also 20 statt 18 Rennen. Wenn es nach mir ginge, könnten es aber auch 50 Rennen sein. [lacht] Als Rennfahrer habe ich nichts dagegen, mehr Rennen zu fahren... da gilt für mich ganz klar: je mehr, desto besser.
 
Zwei große Themen der letzten Wochen waren der Rücktritt von Mattias Ekström und das Comeback von Pascal Wehrlein. Wie siehst Du die Veränderungen im Fahrerfeld der DTM?
 
Lucas Auer: Mit Eki ist eine Legende von der DTM-Bühne abgetreten. Er ist ein guter Freund und war ein absolut starker Charakter in der Serie. Mit Pascal kehrt ein DTM-Champion zurück, der die letzten beiden Jahre in der Formel 1 gefahren ist. Damit gewinnt die DTM auch wieder einen guten Charakter. Das wird auf jeden Fall interessant. 
 
Du bist mit Pascal befreundet, aber ihr habt beide auch das Ziel, irgendwann (wieder) in der Formel 1 zu fahren. Wie gefährlich ist euer Duell für die Harmonie im Team?
 
Lucas Auer: Sehr, sehr gefährlich. [lacht] Nein, im Ernst: Als ich in die DTM gekommen bin, war ich kein ernsthafter Konkurrent für Pascal. Als Rookie hatte ich noch viel zu lernen und er fuhr bereits in seinem dritten Jahr in der DTM. Somit wird es in dieser Saison sicher ein interessantes Duell zwischen uns. Aber wir müssen erst einmal sehen, wer unsere größten Gegner bei der Konkurrenz sind. Sollte es aber zu einem harten Duell zwischen uns beiden kommen, wird das ganz sicher spannend und richtig cool.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Montaplast by Land-Motorsport mit starkem Fahrerquartett

  • Alessio Picariello wird neuer Teamkollege von Christopher Mies
  • Brüder Kelvin und Sheldon van der Linde teilen sich zweiten Audi R8 LMS
  • Team will nach 2016 wieder den ADAC GT Masters-Titel holen
Team Montaplast by Land-Motorsport startet in 2018 mit zwei starken Fahrerpaarungen
Foto: Jens Hawrda
Mit zwei ehemaligen Champions und zwei Youngstern startet Montaplast by Land-Motorsport 2018 im ADAC GT Masters: Christopher Mies (28/Heiligenhaus), der Titelträger von 2016, bekommt mit Alessio Picariello (24/B) einen neuen Teamkollegen, den zweiten Audi R8 LMS des Teams teilen sich erstmals die Brüder Kelvin van der Linde (21/ZA), Champion in der Saison 2014, und Sheldon van der Linde (18/ZA). Das ADAC GT Masters startet vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.
Christopher Mies fährt in der dritten Saison erfolgreich für das Team Montaolast by Land Motorsport
Foto: Jens Hawrda
Christopher Mies, der bereits die dritte Saison in der "Liga der Supersportwagen" für Montaplast by Land-Motorsport bestreitet, startet 2018 mit Alessio Picariello. Der letztjährige Gewinner des asiatischen Audi R8 LMS Cup ersetzt Connor De Phillippi (24/USA), mit dem Mies 2016 den ADAC GT Masters-Titel gewann und 2017 Gesamtdritter wurde. "Alessio hat in Asien sehr viele Erfolge gefeiert, kennt den Audi R8 LMS und war mein absoluter 'Wunschbeifahrer', nachdem Connor De Phillippi die Marke gewechselt hat", sagt Mies. "Ich bin sehr happy und freue mich auf die Saison. Ich glaube, dass wir ein sehr starkes Team und zwei sehr starke Autos haben."
 
Teamkollege Picariello blickt schon gespannt auf seine erste komplette Saison im ADAC GT Masters, nachdem er 2017 ein Gastspiel auf dem Sachsenring gegeben hat. Für den Belgier bedeutet es zugleich eine Rückkehr zur ADAC-Plattform: Picariello kommt aus der erfolgreichen Formelschule des ADAC und gewann 2013 mit Mücke Motorsport das ADAC Formel Masters. In der "Liga der Supersportwagen" trifft er nun auf sein ehemaliges Team und einige Rivalen von damals. "Ich freue mich sehr, an der wahrscheinlich besten GT3-Meisterschaft der Welt teilzunehmen, vor allem mit einem Team wie Montaplast by Land-Motorsport, das sich als eines der stärksten Teams erwiesen hat", sagt Picariello. " Ich kenne Christopher Mies seit zwei Jahren. Ich habe mit ihm mein erstes GT3-Rennen gewonnen. Mein Ziel ist, so viel wie möglich von ihm und vom Team zu lernen. Aber seien wir ehrlich, mit so einem Team und Teamkollegen muss das Ziel wirklich hochgesteckt sein. Wie immer wird die Konstanz wichtig sein, aber mit einem so hohen Niveau müssen wir Siege und viele Podestplätze holen, wenn wir eine Chance auf den Titelkampf haben wollen."
Sie machen 2018 gemeinsam Jagd auf den Titel, die Brüder Sheldon (l.) und Kelvin van der Linde
Foto: ADAC-Motorsport
Der zweite Audi R8 LMS des Teams wird von zwei Neuzugängen pilotiert: Kelvin und Sheldon van der Linde sind das achte Brüderpaar im ADAC GT Masters, das sich ein Fahrzeug teilt. 2017 starteten sie bereits auf dem Sachsenring für ein anderes Team zusammen in einem Audi R8 LMS. "Wir träumen schon seit Jahren davon, uns als Brüder ein Auto zu teilen. Wir haben ein großes Ziel: den Titel zurück nach Niederdreisbach zu bringen", sagt Kelvin van der Linde, 2014 der bisher jüngste Champion im ADAC GT Masters. Und auch Bruder Sheldon, der 2017 in der ADAC TCR Germany den dritten Gesamtrang belegte, kann den Saisonstart kaum erwarten: "Ich bin Montaplast und Land-Motorsport sehr dankbar, dass sie mir diese Gelegenheit geben. Für dieses Team und mit meinem Bruder im ADAC GT Masters zu fahren, ist ein Traum, den ich nie erwartet hätte. Ich freue mich riesig auf Oschersleben im April."

Montag, 19. Februar 2018

Timo Bernhard: Freue mich auf neue Aufgabe im ADAC GT Masters

  • Zweimaliger Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister debütiert im ADAC GT Masters
  • Bernhard startet im Porsche 911 des eigenen Rennstalls KÜS Team75 Bernhard
  • Deutscher teilt sich Fahrzeug mit Porsche-Werksfahrerkollege Kévin Estre
Timo Bernhard
Foto: ADAC-Motorsport
Von der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in das ADAC GT Masters: Sportwagen-Star Timo Bernhard (36/Bruchmühlbach-Miesau) startet 2018 erstmals in der "Liga der Supersportwagen". Im Interview spricht der zweimalige Le-Mans-Sieger und FIA-Langstrecken-Weltmeister sowie frischgebackene Gewinner des Nations Cup beim Race of Champions über seine Ziele für die Saison und seine Rolle als Teamchef. Das ADAC GT Masters feiert vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben seinen Saisonauftakt. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 im Fernsehen übertragen.
Ihr Team startet seit 2016 im ADAC GT Masters. Welchen Eindruck haben Sie bisher von der Serie gewonnen?

Timo Bernhard: "Ich verfolge das ADAC GT Masters schon länger und hatte immer die Idee, dass es eine Serie für unser Team sein könnte. Das haben wir 2016 dann umgesetzt. Seitdem war ich bei einigen Rennen vor Ort. Die Serie hat sich sehr gut entwickelt - vor allem in den vergangenen zwei Jahren ist die Qualität des Starterfeldes noch einmal deutlich angestiegen. Das 2018er-Feld ist einfach sensationell. Die Teams, die in diesem Jahr antreten, sind die Creme de la Creme des GT-Sports und waren schon sehr erfolgreich. Das ist für uns eine große Motivation, denn wir wollen auch zu diesen Topteams gehören."
Warum haben Sie sich entschieden, jetzt auch selbst im eigenen Team im ADAC GT Masters zu starten? 

"Nach dem Ende des LMP1-Projektes war für mich klar, dass ich für Porsche im GT-Sport weitermachen würde. Ich wollte etwas mit meinem Team zusammen machen, und da hat sich das ADAC GT Masters als deutsche Top-Serie einfach angeboten. Ich mag das Format mit Sprintrennen und Fahrerwechsel. Zudem steigt das Interesse an der Serie immer mehr, und auch das TV-Paket bei SPORT1 ist sehr attraktiv. Natürlich ist es für mich nach zehn Jahren im Prototypensport auch eine kleine Zäsur, aber ich freue mich auf die neue Aufgabe."
Wie wird Ihre Rolle in der Saison aussehen? Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Fahrer und Teamchef?

"An den Rennwochenenden werde ich mich auf die Rolle des Fahrers konzentrieren. Es wird eine neue Situation für mich sein, für mein eigenes Team zu fahren, aber ich denke, wir sind gut aufgestellt. Wir haben Topleute in der Teamführung. Mein Vater kümmert sich als Leiter Technik um die Autos, und bei Klaus Graf als Teammanager laufen alle Fäden zusammen. Während die Autos nicht fahren, bin ich natürlich in alle Prozesse involviert, denn es ist ja auch meine Aufgabe als Teambesitzer, uns nach vorn zu bringen."
Brauchen Sie nach vielen Jahren in LMP1-Sportwagen noch etwas Zeit, um sich perfekt auf das GT3-Auto einzustellen?

"Es gibt sicherlich eine Umstellungsphase. Das letzte GT-Rennen habe ich 2013 bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring bestritten. Viele Parameter aus dem LMP1-Sport spielen bei den GT3-Fahrzeugen keine Rolle - wie zum Beispiel die Weiterentwicklung oder Reifentests. Man muss stattdessen aus den gegebenen Bedingungen das Beste machen. Mich reizt an der Herausforderung aber auch, dass es sehr viele Sieganwärter und Marken gibt. Mit dem Wechsel in den GT-Sport kehre ich wieder zu meinen Wurzeln zurück. In meinen Anfangsjahren als Porsche-Werksfahrer bin ich in vielen GT-Meisterschaften gefahren."
Sie teilen sich das Auto mit Kévin Estre, der parallel für Porsche auch in der WEC antritt. Werden Sie sich etwas von ihm Abschauen können?

"Bestimmt, denn Kévin ist einer der weltweit besten GT-Piloten. Er hat sehr viel Erfahrung und kennt das Auto sehr gut. Er hat 2016 in unserem Debütjahr im ADAC GT Masters vier Siege eingefahren und hat auch im vergangenen Jahr in Spa - beim ersten 24-Stunden-Rennen unseres Teams - eine Topleistung gezeigt. Ich bin sehr froh, dass er mein Teamkollege ist."
Was sind ihre Ziele für 2018?

"Ich glaube, über Platzierungen zu sprechen wäre unseriös. Wir starten in dieser Saison in einer neuen Konstellation, und bei dem starken Starterfeld kann man das Kräfteverhältnis jetzt noch nicht abschätzen. Wir wollen auf jeden Fall besser als 2017 abschneiden, wo unser Team eine Pole, einen Sieg, ein Podium und Platz acht in der Fahrer-Wertung geholt hat. Wie stark wir sein werden, sehen wir erst, wenn es losgeht."
Was erwarten Sie sich vom zweiten Auto des Teams, das von Klaus Bachler und Adrien de Leener pilotiert wird?

"Wir haben 2017 erstmals im ADAC GT Masters ein zweites Auto eingesetzt. Unsere beiden Fahrer waren neu in der Serie. Da war es klar, dass es ein Lehrjahr werden würde. Adrien de Leener bestreitet jetzt seine zweite Saison mit uns. Darüber sind wir sehr froh. Der wichtigste Faktor beim zweiten Auto ist, dass wir Klaus Bachler als Fahrer verpflichten konnten. Er ist ein weiterer Top-Pilot. Er wird - wie ich finde - leider oft unterschätzt. Klaus kennt den Porsche 911 GT3 R und die Strecken sehr gut. Er hat schon um den ADAC GT Masters-Titel gekämpft, und er wird nicht nur Adrien, sondern auch uns als Team helfen. Wir wollen mit zwei optimal besetzen Autos regelmäßig punkten, um auch in der Team-Wertung weiter nach vorn zu kommen. Ich denke, wir sind hier sehr gut aufgestellt."