Sonntag, 20. Mai 2018

Gary Paffett holt in der Lausitz seinen 22. DTM-Sieg

  • Paffett liegt nach Sieg nur ein Punkt hinter Tabellenführer Glock
  • DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein wird in der Lausitz Dritter
  • Jamie Green rast von Platz 16 auf sechs
Mit seinem Sieg schließ Gary Paffett zum Tabellenführer auf
Foto: dtm.com
Gary Paffett hat das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring souverän gewonnen. Der Mercedes-AMG-Pilot, von Platz drei in das vierte von 20 Saisonrennen gestartet, eroberte bereits früh im Rennen die Führung und gab diese bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr ab. Für Paffett ist es der 22. Sieg in seiner DTM-Karriere. „Ich hatte wirklich einen hohen Puls, allerdings nicht so hoch wie Hockenheim. Das ist ein unglaublicher Start in das Jahr. Die Saison wird noch sehr spannend werden“, sagte Sieger Paffett nach dem Rennen. Zweiter hinter Paffett wurde am Lausitzring nach 34 Runden BMW-Pilot Marco Wittmann. DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein komplettierte als Dritter das Podium.

Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, war Marco Wittmann mit dem Ergebnis zufrieden: „Ich hatte gehofft, noch an Gary ranzukommen. In der Schlussphase hat er kleine Fehler gemacht, aber es hat nicht gereicht“, so Wittmann, der in der Lausitz noch nie einen Podestplatz in der DTM erreicht hatte. Zufrieden mit dem Ausgang des Rennens ist auch DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein. „Ich komme immer besser zurecht. Es geht bergauf und in die richtige Richtung“, kommentierte der DTM-Champion von 2015 seinen dritten Platz.

Eine beeindruckende Aufholjagd lieferte Jamie Green im Audi RS 5 DTM ab. Der Brite war von Platz 16 in das Rennen gestartet und sah als Sechster die Zielflagge. „Das war geil“, freute er sich nach dem Rennen. „Für das Selbstvertrauen war dieser Platz ganz wichtig. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Aus der letzten Reihe gestartet, steuerte er bereits nach Runde eins die Box zum Pflichtstopp an. Eine richtige Entscheidung. „Es war ein Risiko, aber es hat sich ausgezahlt. Die Reifen haben gut gehalten.“

In der Fahrerwertung liegt mit 72 Punkten weiterhin Timo Glock in Führung, der das Rennen als Fünfter beendete. „Mehr war heute nicht drin, mit dem Ergebnis müssen wir zufrieden sein“, sagte Glock. Der BMW-Pilot reist mit einem Punkt Vorsprung auf Gary Paffett (71 Punkte) nach Budapest. Platz drei in der Fahrerwertung belegt Pascal Wehrlein (39 Punkte). Auf dem Hungaroring, nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest, finden vom 1. bis 3. Juni 2018 die Saisonrennen fünf und sechs statt.

DTM: Pole für Rookie Eng (BMW)

Rookie Eng holt Pole vor Wehrlein und Paffett
Foto: dtm.com
Phillip Eng (BMW) holt nach seinem sensationellen dritten Platz im Rennen am gestrigen Sonnabend im Qualifying zum Sonntagsrennen die Pole. Zweitschnellster am heutigen Sonntag war Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein vor seinem Teamkollegen Gary Paffett. Viertschnellster war BMW-Pilot Marco Wittmann vor Mike Rockenfeller auf dem fünften Startplatz. Der Sieger von gestern Edoardo Mortara geht von Startplatz 6 ins Rennen.

Insgesamt platziert Mercedes im heutigen Qualifying fünf Fahrzeuge in den Top-Ten und BMW 4, nur Mike Rockenfeller gelingt auf Startplatz 5 einen Audi in die Top-Ten zu stellen.„Ich bin sehr zufrieden. Das war absolut das Limit. Platz fünf ist das Maximum, was wir erreichen konnten. Das ist besser als erwartet. Wir versuchen vieles, manchmal gelingt es. In Hockenheim waren wir am Samstag nicht gut und am Sonntag etwas besser. Ich hoffe, dass wir das heute hier im Rennen auch so hinbekommen“, sagte „Rocky“

DTM: Nico Müller (Audi) mit Bestzeit im dritten Freien Training

Nico Müller, Castrol EDGE Audi RS 5 DTM  (Audi Sport Team Abt Sportsline)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Nach dem Startcrash von Jamie Green und Nico Müller beim Samstagsrennen auf dem Lausitzring erloschen in den Boxen des Audi Sport Team Abt Sportsline und dem Audi Sport Team Rosberg die Lichter später als geplant. Fieberhaft wurde gearbeitet, um die havarierten Boliden wieder flott zu machen. Die Arbeit der Audi-Mechaniker hat sich gelohnt.

Im dritten Freien Training am Sonntagmorgen fuhr Nico Müller die Bestzeit, vor seinem Unfallkontrahenten vom Vortag Jamie Green dahinter. Die drittschnellste Rundenzeit fuhr Lucas Auer (Mercedes).


„Großer Dank an meine Mechaniker“, sagte Müller. „Die haben eine Topjob gemacht. Das Auto fühlt sich gut an und ich hoffe, dass wir im Qualifying heute etwas näher dran sind als gestern.“ Der Sieger des Vortags, Edoardo Mortara, belegte Position sieben. „Es ist nur ein Freies Training. Aber das war heute sehr wichtig, da die Bedingungen im Gegensatz zum Vortag anders sind, die Temperaturen sind höher“, sagte der Italiener. Bester BMW-Pilot war Timo Glock als Achter. „Die Balance ist ungefähr wie gestern“, sagte er. „Jetzt müssen wir schauen, wie wir das im Qualifying umsetzen können.“

Das zweite Qualifying startet am Lausitzring um 11.25 Uhr, Rennstart zum zweiten Rennen ist 13.30 Uhr.

Rast unverletzt, aber mit Startverbot fürs Sonntagsrennen

Renè Rast überschlägt sich
Foto: dtm.com
Jamie Green war sprachlos. Schockiert legte er die Hand auf den Mund. Auf dem Monitor in einer Box verfolgte der Audi-Pilot den fürchterlichen Unfall von René Rast am Samstag in Runde sechs des DTM-Rennens auf dem Lausitzring. Nachdem das Auto von Markenkollege Loïc Duval den roten Audi des Champions berührt hatte, rutschte der Wagen mit der Nummer 33 auf die Wiese, stellte sich quer, verkantete sich in der Wiese, wurde ausgehoben, landete auf dem Dach und überschlug sich. Die Zuschauer am Lausitzring hielten den Atem an. Doch entgegen aller Befürchtungen ging der Horror-Crash glimpflich aus.
Der Audi von Renè Rast ist ein Totalschaden
Foto; dtm.com
Das Auto war ein Totalschaden, aber Rast gab sofort Entwarnung und winkte. Aufatmen allerseits. Nach wenigen Momenten kletterte er aus seinem demolierten Fahrzeug. Das ganze Dach und die Frontscheibe waren zerstört. Mit dreckverschmiertem Gesicht gab er wenig später das erste Interview in der Boxengasse. „Ich sehe zwar etwas mitgenommen aus. Aber es geht mir überraschend gut. Ich habe keine Schmerzen. Wie man sieht, ist das Auto sehr sicher. Ich bin happy, dass ich gesund bin“, sagte Rast.
Renè Rast unmittelbar nach seinem schweren Unfall, zum Glück unverletzt.
Foto: dtm.com
Am späten Nachmittag wurde er im Klinikum Niederlausitz geröntgt. Dabei wurden keine Frakturen festgestellt. Vorsichtshalber blieb Rast aber über Nacht in Senftenberg. Am morgigen Rennen wird er auf Anraten der Ärzte nicht teilnehmen.

Glückwunsch zum Sieg !