Montag, 22. Mai 2017

Nicky Hayden verstorben

Nicky Hayden
Foto: Red Bull
Auf der Welt wurde in den letzten Tagen bei Motorsportveranstaltungen dem am Mittwochabend bei einen Radunfall schwer verunglückten ehemaligen MotoGP Weltmeister Nicky Hayden baldige Genesung gewünscht.

Nicky Hayden war am vergangenen Mittwoch in Italien beim Radtraining von einem Auto erfasst worden, als er mit einer Gruppe Radfahrer in der Nähe von Rimini unterwegs war.  Durch die Wucht des Zusammenpralls sei er zunächst auf die Windschutzscheibe des Autos und schließlich auf den Asphalt geschleudert worden. Dabei habe er sich schwere Gehirnverletzungen zugezogen und wurde auf der Intensivstation behandelt, hatte das behandelnde Krankenhaus im italienischen Cesena am Donnerstag mitgeteilt.
auch vor dem Rennen zur Endurance WM am Samstag in Oschersleben
wurden Nicky Hayden Genesungswünsche überbracht
Foto: Jens Hawrda
Trotz der schwere der Verletzungen hofften alle, er findet die Kraft diesen Schicksalsschlag zu überleben. Diese Hoffnung hat sich heute Abend zerschlagen. Nicky Hayden hat sein wichtigstes Rennen verloren.

"Nick ist heute Abend im Maurizio Bufalini Krankenhaus in Cesena gestorben", heißt es in einer Erklärung seines Teams Honda. "Seine Verlobte Jackie, Mutter Rose und Bruder Tommy waren bei ihm."

Hayden bestritt in seiner Karriere 218 Grands Prix. Er stand 28 Mal auf dem Podium und konnte drei Rennen gewinnen. Im Jahr 2006 wurde er MotoGP Weltmeister. Im Herbst 2015 wurde Hayden offiziell zur MotoGP-Legende erklärt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.


DTM: Ekström erhält eine Verwarnung

Mattias Ekström wird von den Rennkommisaren verwarnt
Foto: Jens Hawrda
Mattias Ekström fuhr am Lausitzring am Sonntag ein sensationelles Rennen. Nur von Platz acht gestartet, kam er schon in Runde zwei zum Reifenwechsel und fuhr dann  auf diesem Satz Reifen ein Rennen das die Zuschauer von den Sitzen riss.

Nach der Zieldurchfahrt allerding, stelle Ekström sein Auto an der Stecke ab und erreichte nicht aus eigener Kraft den Parc fermè. Über Funk teile er seinem Team mit das irgend etwas gebrochen sei. In der anschließenden Pressekonferenz teile Ekström mit, das er vermute etwas am Antriebsstrang sei kaputt gegangen und er habe das Auto lieber abgestellt hätte als es noch weiter kaputt zu machen.
Ekström und sein Audi wurden durch ein Abschleppfahrzeug zur Siegerehrung gebracht.

Ekström musste dann allerding bangen, den die Rennkommisare untersuchten den Fall, da Sie vermuteten Ekström hätte sein Fahrzeug abgestellt, da er sonst nicht mehr die vorgeschriebenen 500 g Treibstoff im Tank gehabt hätte. Dieser Verdacht bestätigte sich allerding nicht.

Der Audi-Pilot wurde trotzdem vier Stunden nach Rennende wegen eines Verstoßes gegen Artikel 44.3 des Sportlichen Reglements, genauer gesagt wegen einer nicht vollständig gefahrenen Auslaufrunde, verwarnt. Ganz nachvollziehbar ist das nicht, wenn sein Fahrzeug beschädigt war und er nicht weiterfahren konnte hat er sich sogar richtig verhalten. Fahrer, die innerhalb einer Saison drei Verwarnungen kassieren, werden für das anschließende Rennen um fünf Startplätze zurückversetzt.

Sonntag, 21. Mai 2017

Jamie Green feiert souveränen Sieg in der Lausitz

  • Jamie Green feiert zweiten Saisonsieg
  • Mattias Ekström mit extremer Strategie erfolgreich
  • Lucas Auer verteidigt die Tabellenführung
Das Podest vom Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Große Genugtuung für Jamie Green: Nach Pech am Samstag feierte der Brite im Sonntagsrennen der DTM auf dem Lausitzring vor 67.500 Zuschauern einen souveränen Sieg. Nach 43 Runden wurde er mit einem Vorsprung von 6,2 Sekunden vor seinem Markengefährten Mattias Ekström abgewinkt, der mit einer extremen Strategie von Position acht aus gestartet bis auf zwei nach vorne fuhr. Platz drei rettete Mercedes-AMG-Fahrer Robert Wickens ins Ziel, der von der Pole-Position das Rennen aufgenommen hatte.

Nach einem schwierigen Rennen am Samstag war das Sonntagsrennen eine 180-Grad-Kehrtwende. Nach Startplatz drei waren nicht nur die Vorzeichen deutlich besser, sondern am Ende auch das Ergebnis. „Wir tun uns im Qualifying sehr schwer“, gestand Green. „Im Rennen klappt es hingegen viel besser. Das hat mir eine Menge Spaß gemacht.“ In der Tabelle hat er mit seinem zweiten Saisonsieg auch alles wieder geradegerückt: Platz zwei nach vier Rennen mit 16 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Auer (69 Punkte), der sich heute schwer tat. Im heutigen Qualifying kam der Österreicher nicht über Rang 15 hinaus, im Rennen arbeitete sich der 22-Jährige bis auf Platz zehn nach vorne.

Ekströms Mut und sein Können wurden belohnt
Foto: Jens Hawrda
Für viel Spannung sorgte vor allem Mattias Ekström. Der Schwede wählte eine sehr mutige und radikale Reifenstrategie und absolvierte bereits nach einer Runde seinen Boxenstopp. Damit zog er sich – von Platz acht gestartet – zunächst selber aus dem Verkehr und fuhr sein eigenes Rennen. Nachdem die meisten Fahrer ihre Stopps rund um die Rennhalbzeit absolvierten, zeigte sich Ekström als wahrer Reifenflüsterer und hielt seine Pneus bis ins Ziel am Leben. „Ich habe gestern Zeit verloren, als ich nach fünf Runden stoppte“, erklärte Ekström. „Daher habe ich vorgeschlagen, heute noch tiefer in die Trickkiste zu greifen. Mein Team war nicht sicher, ob das funktionieren würde, ich hingegen schon.“

Mike Rockenfeller tat es Ekström gleich und stoppte ebenfalls nach nur einer Runde. Mit dieser Taktik machte er sechs Plätze gut und kam hinter DTM-Veteran Gary Paffett (Mercedes-AMG) auf Platz fünf ins Ziel. Nico Müller und René Rast rundeten auf den Plätzen sechs und sieben das starke Audi-Resultat ab.


Die BMW-Piloten blieben im Sonntagsrennen hinter den Erwartungen zurück. Nur Maxime Martin und Marco Wittmann schafften es auf den Plätzen acht und neun in die Punkte.


Nach den spektakulären Veranstaltungen in Hockenheim und in der Lausitz steht vom 16. bis 18. Juni das erste Auslandsrennen der DTM-Saison an. Nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest finden auf dem Hungaroring die Rennen fünf und sechs statt.

Perez Companc/Bortolotti holen ersten Saisonsieg für Lamborghini

  • Vierte verschiedene Siegerpaarung im vierten Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • Platz eins und drei für die Lamborghini des GRT Grasser-Racing-Teams
  • Vorjahreschampions Connor De Phillippi und Christopher Mies werden Zweite
souveräner Start-Ziel-Sieg für Comanc/Bortolotti
Foto: Jens Hawrda
Platz drei am Samstag, Pole-Position und souveräner Start-Ziel-Sieg im ADAC GT Masters am Sonntag: Für das Lamborghini-Duo Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) hat sich der Ausflug zum Motorsport Festival Lausitzring vor 67.500 Zuschauern (am Wochenende) gelohnt. Das argentinisch-italienische Duo holte im vierten Saisonlauf der „Liga der Supersportwagen“ den ersten Saisonsieg für Lamborghini. Zweite wurden die aktuellen Titelträger Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 vor Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach) im zweiten Lamborghini des GRT Grasser-Racing-Teams. „Das war ein perfektes Rennen und ein grandioser Sieg“, freute sich Bortolotti nach seinem zweiten Laufsieg im ADAC GT Masters. „Wir haben alles richtig gemacht. Ich bin sehr glücklich.“


Perez Companc/Bortolotti dominieren


Das Siegerduo bestimmte vom Start an das Rennen. Von der Pole-Position aus setzte sich Bortolotti an die Spitze des Feldes, die er bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Auch Partner Perez Companc, der in Runde 24 den Lamborghini übernahm, ließ danach nichts mehr anbrennen und sah schließlich mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden als Erster die Zielflagge – und triumphierte damit auch in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren. Perez Companc/Bortolotti sind im vierten Saisonlauf der „Liga der Supersportwagen“ die vierte Siegerpaarung.

Den zweiten Rang behauptete lange Zeit der BMW M6 von Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer). Eng hatte sich mit einem sensationellen Start vom siebten auf den zweiten Rang verbessert. Auch Partner Collard lag nach dem Fahrerwechsel anfangs auf der zweiten Position, fiel aber am Ende noch auf die fünfte Position zurück. Der zweite Rang ging schließlich an die Audi-Fahrer De Phillippi und Mies vor dem Lamborghini von Trophy-Sieger Ineichen und Engelhart. Auf Platz vier landeten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition), die von Startposition elf kommend eine starke Aufholjagd zeigten.

Hinter den Fünftplatzierten Collard/Eng folgten Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT3. Dahinter fuhren die beiden Audi R8 von Aust Motorsport als Siebte und Achte ins Ziel. Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA) schlugen hier ihre Teamkollegen Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen) und Patric Niederhauser (25/CH).

Philip Geipel (30/Plauen) und Rahel Frey (31/CH, beide YACO Racing) wurden in einem weiteren Audi R8 Neunte, den letzten Meisterschaftszähler fuhren auf Rang zehn die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (24/NL) und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) ein.

Die Samstagssieger und Tabellenführer Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) kamen im Porsche 911 nach einem Kontakt mit anschließendem Reifenschaden nicht ins Ziel.


Stimmen der Sieger


Mirko Bortolotti
(GRT Grasser-Racing-Team, Lamborghini Huracán GT3): „Ich konnte beim Start in der ersten Kurve die Führung verteidigen. Angangs bin ich von Philipp Eng stark unter Druck gesetzt worden, doch im Laufe des Rennens habe ich mich immer weiter abgesetzt. Wir haben so spät wie möglich unseren Boxenstopp absolviert und dadurch den Vorsprung noch etwas ausgebaut. Da die Verfolger sich heftig bekämpft haben, hatte Ezequiel zwischenzeitlich rund sieben Sekunden Vorsprung. Das war eine wunderbare Leistung. Ich freue mich sehr für ihn und das ganze Team.“

Ezequiel Perez Companc (GRT Grasser-Racing-Team, Lamborghini Huracán GT3): „Ich bin sehr glücklich, das ist mein erster Sieg mit dem Team. Heute hat alles geklappt. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Der erste Stint von Mirko war mega, ich musste danach den Vorsprung nur noch ins Ziel bringen. Es ist ein großartiges Gefühl, hier gewonnen zu haben.“

DTM: Robert Wickens holt Pole für Mercedes

Pole fürs Sonntagsrennen: Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Im Qualifying zum DTM Rennen am Sonntag am Lausitzring sicherte Robert Wickens die Pole für Mercedes. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Tom Blomqvist (BMW) und Jamie Green (Audi). Gary Paffet sicherte sich Startplatz vier vor Maxime Martin im BMW. Für den Sieger vom Samstag reichte es heute nur zu Startplatz 15.

Stimmen nach dem Qualifying:

Robert Wickens (Mercedes-AMG, 1. Platz): „Das war eine anstrengende, stressige Quali, ich musste richtig kämpfen. Man will immer Erster sein, aber ich habe in meiner ersten Runde einen Fehler gemacht. Und auf der zweiten Runde hatte ich viel Verkehr auf der Strecke, die BMWs vor mir hatten eine andere Strategie. Und so habe ich nur eine richtige Runde am Ende hinbekommen. Das Auto war aber sehr schnell. Glücklicherweise hat es für die Pole gereicht. Das hat mich ein wenig überrascht.“
Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Tom Blomqvist (BMW, 2. Platz): „Ich bin sehr glücklich mit meiner Performance im Qualifying, dass ich am Ende zwei gute Runden fahren konnte. Es wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen. Aber ich freue mich sehr über Platz zwei. Es war für mich ein harter Start in die Saison. Auf den beiden Punkten im Qualifying kann ich aufbauen und nun habe ich hoffentlich auch ein gutes Rennen heute.“

Jamie Green
(Audi, 3. Platz): „Dritter ist nicht schlecht. Natürlich wäre ich lieber Erster. Das ist unser Ziel. Wir sind nahe an der Spitze. Ich bin zufrieden mit meinem Auto, die Balance war besser als gestern. Das ist positiv. Hoffentlich sind wir im Rennen noch schneller. Warten wir jetzt erstmal den Start im Rennen ab.“ 

DTM: Audi dominiert drittes Freies Training

Jamie Green Schnellster im dritten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Vier Audi-Fahrer belegten im dritten Freien Training der DTM auf dem Lausitzring am Sonntagmorgen die Plätze eins bis vier. Jamie Green fuhr die Bestzeit in 1:16,745 Minuten und war damit 0,119 Sekunden schneller als René Rast auf Position zwei. Auf den weiteren Plätzen: Mattias Ekström und Nico Müller.

Hinter dem Audi-Quartett an der Spitze des Tableaus fuhren die drei Mercedes-AMG-Fahrer Robert Wickens, Vortagssieger Lucas Auer und Gary Paffett auf die Plätze fünf bis sieben. Schnellster BMW-Pilot war Tom Blomqvist als Achter.

Mit Ausnahme von Schlusslicht Bruno Spengler blieben in der dritten Trainingssession 17 Piloten innerhalb eines Abstands von einer Sekunde. Die meisten Runden fuhr Edoardo Mortara (Mercedes-AMG). 25 Mal umrundete der Wahlschweizer die 3,478 Kilometer kurze Sprintvariante des Triovals.

Das Qualifying beginnt um 11:30 Uhr, das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring startet um 15:15 Uhr.

Erste Startreihe für Lamborghini für das zweite Rennen beim Motorsport Festival Lausitzring

  • Mirko Bortolotti Schnellster im zweiten Qualifying
  • Christian Engelhart komplettiert erste Startreihe für das GRT Grasser-Racing-Team
  • SPORT1 überträgt Rennen ab 13.00 Uhr live
Mirko Bortolotti (r.) u. Christian Engelhart holen Pole für Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda
Grün war die bestimmende Farbe im zweiten Qualifying des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival Lausitzring: Pole-Setter Mirko Bortolotti (27/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach) sicherten in ihren Lamborghini Huracán dem GRT Grasser-Racing-Team erstmals in der "Liga der Supersportwagen" die erste Startreihe. Insgesamt 17 Fahrzeuge lagen in dem engen Zeittraining innerhalb von nur einer Sekunde. Das vierte Saisonrennen des ADAC GT Masters wird von SPORT1 ab 13.00 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de und adac.de/motorsport zu sehen.

Bereits am Samstag hatte sich mit dem dritten Rang von Bortolotti und Partner Ezequiel Perez Companc (22/RA) im ersten Rennen die gute Form des GRT Grasser-Racing-Teams auf dem Lausitzring angedeutet. Im Zeittraining für das Sonntagsrennen waren die beiden grünen Lamborghini des österreichischen Rennstalls das Maß der Dinge. Bortolotti holte mit einer Bestzeit von 1.21,533 Minuten seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Teamkollege Engelhart war als Zweiter nur 0,180 Sekunden langsamer. Damit ging erstmals die komplette erste Startreihe an die Mannschaft von Gottfried Grasser. "Es ist hier immer schwierig, eine freie Runde zu erwischen, aber mir ist es gelungen. Ich sehr zufrieden", so Bortolotti. "Toll, dass Christian auf Platz zwei gefahren ist. Das ist ein perfektes Ergebnis für unser Team. Jetzt freuen wir uns auf das Rennen."

Rang drei in der 20-minütigen Sitzung ging an Christopher Haase (29/Kulmbach, Montaplast by Land-Motorsport). Allerdings wird der Audi R8 mit der Nummer zwei wegen Verursachens einer Kollision im ersten Rennen in der Startaufstellung um zehn Positionen nach hinten versetzt. Auch auf den folgenden drei Positionen platzierten sich Audi-Piloten: Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (36/Schorndorf, BWT Mücke Motorsport) war knapp schneller als seine Markenkollegen Christopher Mies (27/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport) und Kelvin van der Linde (20/ZA, Aust Motorsport) auf den Rängen vier bis sechs.

GMT94 wiederholt Vorjahresssieg beim Langstreckenrennen in Oschersleben

dritter Sieg in Oschersleben in Folge für das GMT94 Yamaha Team
Foto: Jens Hawrda
Das französische Team GMT94 Yamaha hat beim Deutschlandlauf der FIM Endurance Weltmeisterschaft den dritten Sieg in Folge in der Motorsport Arena Oschersleben eingefahren. Vor 12.500 Besuchern wurde das heimische Team Völpker NRT48 by Schubert Motors zweiter in der Stocksport Wertung.

David Checa (ESP), Niccolò Canepa (ITA) und Mike di Meglio (FRA) stellten bei ihrem Oschersleben-Hattrick am Ende mit 318 gefahrenen Runden einen neuen Rundenrekord für ein 8-Stunden-Rennen in der Motorsport Arena auf. Gefolgt wurden Sie vom österreichischen Yamaha Austria Racing Team um Broc Parkes (AUS), Marvin Fritz (GER) und Kohta Nozane (JPN). Das Podium komplettierte das Maco Racing Team mit Greg Junod (SUI), Anthony dos Santos (FRA) und Marko Jerman (SLO).

Das siegreiche Trio überzeugte nicht nur in den Zeittrainings mit der Pole Position, sondern ließ auch im Rennen gar nichts anbrennen. Selbst eine Stop-and-Go-Strafe aufgrund einer nicht ausgeschalteten Zündung beim Boxenstopp konnte die Truppe um Teamchef Christophe Guyot nicht aufhalten. Selbst die Markenkollegen aus Österreich konnten das Tempo nicht mitgehen und verloren im Verlauf des Rennens kontinuierlich an Boden, sodass am Ende eine halbe Runde Rückstand trotz zwei Boxendurchfahrten weniger zu Buche stand. Das Yamaha-Trio komplett machte die slowakische Maco-Racing Mannschaft, die mit viel Risiko und einem langen letzten Stint ihr Tankvolumen bis aufs Äußerste reizten. Ein Wagnis, das sich mit dem dritten Rang bezahlt machen sollte.

Spannend ging es auch in der Stocksport Kategorie zu. Das heimische Team Völpker NRT48 by Schubert Motors hielt von Rennbeginn an stark mit und wurde am Ende nur von einem technisch unsauberen Boxenstopp ausgebremst, der am Ende genau die 20 Sekunden kostete, die fehlten, um das siegreiche Team Moto AIN CRT mit Hugo Clere, Alexis Masbou (beide FRA) und Robin Mulhauser (SUI) zu überholen. Zum Schluss blieb für Jan Bühn (GER), Stefan Kerschbaumer (AUT) und die einzige Dame im Feld, Lucy Glöckner (GER) ein starker zweiter Platz sowie Gesamtrang sieben. Auf den dritten Rang in der Superstock schaffte es Yamaha Viltais mit Axel Maurin (FRA), Bastien Mackels (BEL) und Florian Alt (GER).

Samstag, 20. Mai 2017

DTM: Mercedes-Doppelsieg „Pink Panther“ Lucas Auer gewinnt vor Robert Wickens

Mit dem Sieg baut Lucas Auer seine Meisterschaftsführung aus
Foto: Mercedes-Motorsport
Zweiter Streich für den „Pink Panther“: Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer Lucas Auer (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) startete mit seinem zweiten Saisonsieg in das Motorsport Festival Lausitzring. Der Österreicher ging von der Pole Position in das dritte Saisonrennen und wiederholte seinen Vorjahrestriumph mit seinem dritten DTM-Sieg. Vor einem Jahr fuhr Auer an gleicher Stelle auf dem Lausitzring seinen Debütsieg in der DTM ein. Nach zwei Siegen und einem vierten Platz in den ersten drei Rennen 2017 führt Auer die Fahrerwertung mit 68 Punkten an. Auch in der Hersteller- und der Teamwertung liegt Mercedes-AMG Motorsport nach den ersten drei Saisonrennen auf dem ersten Platz.

Robert Wickens (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) startete neben Auer aus der ersten Reihe in den dritten Saisonlauf. Nachdem er seinen zweiten Platz in der Anfangsphase des Rennens zwischenzeitlich verloren hatte, arbeitete er sich mit einer starken kämpferischen Leistung sowie einem schnellen Boxenstopp wieder auf den zweiten Platz zurück. Nach einem schwierigen Auftaktwochenende in Hockenheim schlug der Kanadier in der Lausitz mit Platz zwei zurück.
Gary Paffett, Platz sechs im 150. DTM-Rennen
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) beendete sein 150. DTM-Rennen auf Position sechs und verteidigte damit den zweiten Platz in der Fahrerwertung. Der Brite nahm an 75% aller Rennen in der „neuen DTM“ seit dem Jahr 2000 teil. In der Geschichte der Rennserie haben nur neun Fahrer mehr Rennen absolviert als der Champion des Jahres 2005.

Edoardo Mortara (Mercedes-AMG C 63 DTM BWT) und Maro Engel (Mercedes-AMG C 63 DTM SILBERPFEIL Energy) belegten die Plätze sieben und neun. Damit fuhren fünf der sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer in die Punkteränge. Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) hatte in Runde 16 eine Berührung mit dem BMW von Tom Blomqvist und erhielt dafür eine Durchfahrtsstrafe. Er überquerte die Ziellinie auf Platz 16.


Anders als der Sieg, waren die Podestränge auf dem Lausitzring hart umkämpft. Durch teils unterschiedliche Strategien brachten sich gleich mehrere Piloten in gute Ausgangspositionen, nicht zuletzt Maxime Martin, der sich jedoch Wickens und Rast geschlagen geben musste, aber als Vierter bester BMW-Pilot war. Dahinter komplettierten Mike Rockenfeller (Audi), Gary Paffett, Edoardo Mortara (beide Mercedes-AMG), Mattias Ekström (Audi), Maro Engel (Mercedes-AMG) und Jamie Green (Audi) die Top-10-Positionen.

In der Tabelle liegt Auer nach drei von 18 Rennen mit 68 Punkten deutlich an der Spitze. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Paffett beträgt bereits 34 Punkte. Platz drei belegt Rockenfeller (31 Punkte). Jamie Green, der als Zweitplatzierter in die Lausitz reiste, hat 27 Punkte und ist auf Rang vier zurückgefallen.

Porsche-Duo Renauer/Müller gewinnt Samstagsrennen beim Motorsport Festival Lausitzring

  • Erster ADAC GT Masters-Saisonsieg für Precote Herberth Motorsport
  • Platz zwei für Luca Ludwig und Junior-Sieger Luca Stolz im Mercedes-AMG
  • Perez Companc/Bortolotti holen ersten Podestplatz 2017 für Lamborghini
Renauer/Müller siegen im Samstagsrennen für Porsche
Foto: ADAC-Motorsport
In einem actionreichen Samstagsrennen des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival Lausitzring fuhren Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche 911 GT3 R zu ihrem ersten Saisonsieg. Die in der ersten Rennhälfte führenden Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) retten im Mercedes AMG GT3 nach einem Kontakt beim Überrunden den zweiten Rang vor der Lamborghini-Paarung Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) ins Ziel. "Ein tolles Gefühl", jubelte ADAC GT Masters-Premierensieger Müller. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir an diesem Wochenende einen Sieg holen. Wir sind megahappy."

Zahlreiche Zweikämpfe sorgen für Spannung

Während Pole-Setter Luca Stolz beim Start den ersten Platz verteidigte, überholte dahinter Robert Renauer den ebenfalls aus der ersten Reihe gestarteten Mercedes-Piloten Indy Dontje (24/NL, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) und übernahm die Verfolgerposition. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase aufgrund einer Kollision zwischen dem Audi von Filip Salaquarda (33/CZ, BWT Mücke Motorsport) und dem Porsche von Klaus Bachler (25/A, Schütz Motorsport) setzten sich Stolz und Renauer an der Spitze stetig ab und bauten ihren Vorsprung auf knapp neun Sekunden aus. Doch in Runde 20 kollidierte Stolz beim Überrunden mit dem aus der Boxengasse kommenden Audi-Piloten Christopher Mies (27/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport) und rutschte kurzzeitig von der Strecke. Renauer nutzte die Chance und übernahm die Führung. Diese gab der Porsche auch nach dem Fahrerwechsel zu Sven Müller nicht mehr ab. Im Ziel hatte der Porsche-Werksfahrer einen Vorsprung von 1,5 Sekunden auf Luca Ludwig, der den Mercedes-AMG zur Rennmitte von Luca Stolz übernommen hatte und den Führenden in den finalen Runden noch einmal unter Druck setzte. Für Precote Herberth Motorsport war es der erste Saisonsieg, für Renauer bereits der dritte auf dem Lausitzring und für Teamkollege Müller der erste überhaupt in der "Liga der Supersportwagen".

Stolz und Ludwig mussten sich nach der Kollision mit Rang zwei zufriedengeben, Stolz durfte sich aber noch über einen Klassensieg in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren freuen. Dahinter fuhren Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) als Dritte den ersten Podestplatz der Saison für den Lamborghini Huracán GT3 ein. Das argentinisch-italienische Duo hatte zehn Runden vor dem Ziel die lange auf Platz drei liegenden Indy Dontje und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg) auf die vierte Position verwiesen. Die Top Fünf komplettierten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) in der besten Corvette C7 GT3-R.

Dahinter klassierten sich im besten Audi R8 LMS Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA, beide Aust Motorsport) vor dem Porsche 911 GT3 R von Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard). Rang acht ging an Lokalmatador Stefan Mücke (35/Berlin) und Sebastian Asch (30/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport). Das Mercedes-AMG-Duo war nach einer unverschuldeten Kollision in der Startphase von Platz sechs auf Rang 15 zurückgefallen und zeigte danach eine starke Aufholjagd.

Auf Platz neun landeten Florian Spengler (29/Schaffhausen) und Christopher Zanella (27/CH, beide Team HB Racing) in einem weiteren Lamborghini, den letzten Meisterschaftszähler sammelten als Zehnte ADAC Formel 4-Aufsteiger Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde) und Frank Stippler (42/Bad Münstereifel, beide BWT Mücke Motorsport) im Audi R8 LMS.

Stimmen der Sieger

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911): "Der Lausitzring ist eine Strecke, die uns zu liegen scheint. Auch wenn heute unter normalen Umständen wohl kein Sieg möglich gewesen wäre. Dazu war der Mercedes-AMG einfach zu stark. Aber wir haben die Kollision der Gegner dankend angenommen und danach den Sieg nach Hause gefahren. Wir haben viele Punkte geholt und die Tabellenführung übernommen. Ich hoffe, im Sonntagsrennen läuft es auch so gut, damit wir den Lausitzring als Spitzenreiter verlassen werden."

Sven Müller (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911): "Robert hat in seinem Stint einen super Job gemacht. Wir haben natürlich von dem Unfall des führenden Mercedes-AMG profitiert. Am Ende hat dieser noch einmal viel Druck gemacht. Ich musste noch einmal richtig pushen, aber es hat gereicht. Es war zum Ende hin schon ziemlich anstrengend, da ich eine leichte Erkältung habe. Ich bin sehr glücklich, denn es ist nicht nur mein erster Sieg im ADAC GT Masters, sondern auch mein erster im GT3-Sportwagen."

DTM: Lucas Auer holt Pole für Samstagsrennen

Lucas Auer holt am Lausitzring seine fünfte DTM-Pole
Foto: Jens Hawrda
Zum fünften Mal in seiner DTM-Karriere steht Lucas Auer in einem DTM-Rennen auf der Pole-Position: Im Qualifying für das Samstagsrennen beim Motorsport Festival Lausitz sicherte sich der Österreicher mit 1:16,193 Minuten den besten Startplatz. Neben ihm in der ersten Startreihe steht sein Mercedes-AMG-Teamkollege Robert Wickens, der auf seiner schnellsten Runde im 20-minütigen Qualifying 0,105 Sekunden langsamer war als Auer. 

Die zweite Startreihe teilen sich mit Maxime Martin auf Platz drei und René Rast auf Platz vier BMW und Audi. DTM-Rennsieger aus Hockenheim, Timo Glock, startet von Platz fünf.

DTM Zweites Freies Training geht an Mercedes

Lucas Auer setzt ein Zeichen im Training
Foto: Mercedes-Motorsport
Lucas Auer ist am Samstag im zweiten Freien Training auf dem Lausitzring die Bestzeit gefahren. Der Führende der DTM-Gesamtwertung lag 38 Hundertstelsekunden vor seinem Mercedes-AMG-Teamkollegen Robert Wickens, der am Vortag schon als Dritter überzeugt hatte. Als bester Audi-Pilot schob sich Jamie Green auf Rang drei vor den nächsten beiden Mercedes-AMG mit Gary Paffett und Maro Engel, der mit 22 Runden der trainingsfleißigste war. Die wenigsten Runden drehte Titelverteidiger Marco Wittmann. Der BMW-Pilot kam als Zehnter ins Ziel, nachdem er das Trioval zwölfmal absolviert hatte. Bester BMW-Fahrer war Tom Blomqvist als Neunter.

„Die Bedingungen waren sehr unterschiedlich. Gestern war es sehr warm, heute ist es deutlich kühler. Wir können sicher beim Qualifying noch etwas Zeit rausholen. Du musst hier gerade in den Kurven die Balance zwischen dem Maximum-Speed und einer nicht zu harten Fahrweise finden. Die Pole-Position ist hier wertvoller als in Hockenheim“, sagte der Viertplatzierte Gary Paffett.  „Warten wir das Qualifying ab. Wir sind noch nicht optimal unterwegs. Aber die Fahrer hatten ein besseres Gefühl als gestern. Es ist immer schön, wenn man von vorne weg starten kann. Aber das haben wir in Hockenheim gesehen, auch mit der richtigen Strategie kannst Du aus dem hinteren Feld startend ein gutes Ergebnis hinbekommen“, wollte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt das Resultat des zweiten Freien Trainings nicht überbewerten.

Freitag, 19. Mai 2017

Mercedes-AMG erobert erste Startreihe beim Motorsport Festival Lausitzring

  • Luca Stolz sichert sich Pole-Position für Samstagsrennen des ADAC GT Masters
  • Indy Dontje komplettiert erste Startreihe für Mercedes-AMG
  • SPORT1 überträgt Rennen am Samstag ab 12.30 Uhr live
Mercedes-AMG Team Zakspeed holt Pole fürs Samstagrennen
Foto: Jens Hawrda
Spannung pur im ersten Qualifying des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival Lausitzring: In allerletzter Sekunde gelang Luca Stolz (21/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) im Mercedes-AMG GT3 die Bestzeit in der 20-minütigen Sitzung. Stolz verdrängte damit seinen Markenkollegen Indy Dontje (24/NL, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) noch von der Pole-Position für das Samstagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ und sorgte dafür, dass zwei Mercedes-AMG GT3 aus der ersten Reihe starten. Das dritte Saisonrennen des ADAC GT Masters wird von SPORT1 ab 12.30 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de und adac.de/motorsport zu sehen.

1.22,549 Minuten lautete am Ende die Bestzeit von Stolz, der trotz Temperaturen von 30 Grad einen kühlen Kopf behielt und den richtigen Zeitpunkt für seine schnellste Runde abwartete. „Wir sind als Letzte rausgefahren. Das hat sich ausgezahlt“, so Stolz. „Die Runde hat einfach gepasst und wir hatten die besten Streckenbedingungen. Wir haben seit dem Saisonauftakt in Oschersleben hart gearbeitet. Es hat sich bereits im Freien Training angedeutet, dass wir hier gut aussortiert sind. Wenn man von der Pole-Position startet, will man natürlich auch gewinnen. Aber das Feld liegt sehr dicht zusammen.“ Für Stolz, der sich das Fahrzeug mit Luca Ludwig (27/Bornheim) teilt, war es die insgesamt vierte Pole-Position im ADAC GT Masters und die erste seit dem Sachsenring 2016.

ADAC GT Masters-Neuling Indy Dontje musste sich letztlich mit dem zweiten Startplatz zufriedengeben. Der Niederländer, der zusammen mit Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg) antritt, qualifizierte sich im Mercedes-AMG GT3 erstmals für die erste Startreihe. Um lediglich zwei Tausendstelsekunden verpassten diese Porsche-Pilot Robert Renauer (32/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport). Die Ränge vier und fünf gingen an die beiden Corvette C7 GT3-R. Sven Barth (36/Weinheim, RWT Racing) war knapp schneller als sein Markenkollege Jules Gounon (22/F, Callaway Competition), der im vergangenen Jahr das Sonntagsrennen in der Lausitz gewann. Auf Platz sechs folgte mit Ezequiel Perez Companc (22/RA, GRT GrasserRacing-Team) der schnellste Lamborghini Huracán GT3.

FIM Endurance WM Oschersleben - GMT94 Yamaha holt Pole

Pole für GMT Yamaha
Foto: Jens Hawrda
Das Team GMT94 Yamaha holt die Pole für das morgige Rennen der FIM Endurance Weltmeisterschaft in Oschersleben. Gemeinsam mit David Checa und dem ehemaligen MotoGP Piloten Mike Di Meglio brannte Niccolò Canepa eine 1:26.872 in den Asphalt – die beste Zeit beider Qualifyings und die einzige unter der 1:27-Marke.

Vom zweiten Platz startet YART mit Broc Parkes, Marvin Fritz und Kohta Nozane. Die österreichische Yamaha kam eine halbe Sekunde hinter der französischen R1 ins Ziel, was auf ein spannendes Rennen hoffen lässt. Nach zwei Siegen in Folge scheint GMT94 fest entschlossen zu sein, den Hattrick perfekt zu machen. Auf dem dritten Rang landete in der Kombination beider Qualifyings das mit ausschließlich deutschsprachigen Fahrern besetzte polnische Superbiketeam Team LRP Poland mit Markus Reiterberger, Lukas Trautmann und Dominik Vincon.


Sie werden genauso wie die Viertplatzierten vom Suzuki Endurance Racing Team mit Vincent Philippe, Etienne Masson und Alex Cudlin ein aussichtsreicher Anwärter auf den Rennsieg sein.

Das Rennen startet am morgigen Samstag 14.00 Uhr und geht über 8 Stunden.

DTM Lausitzring 1. Freies Training - Audi vorn

Mike Rockenfeller (Audi) im ersten Freien Training vorn
Foto: Jens Hawrda
Mike Rockenfeller vor Mattias Ekström (beide Audi) dahinter Robert Wickens (Mercedes), Jamie Green (Audi) und Lucas Auer (Mercedes), das sind die schnellsten fünf Piloten aus dem ersten Freien Training am Lausitzring. Bester BMW-Pilot ist Tom Blomqvist auf Platz elf.

Dieses Ergebnis hat aber sicherlich keine Bedeutung für die Ergebnisse am morgigen Tag. Mit 30 Grad Außentemperatur ist der heutige Tag kein Gradmesser, morgen sollen die Temperaturen auf 20 Grad abkühlen und dann sind auch aussagefähigere Zeiten zu erwarten.

GT-Masters: Erste Bestzeit für Mücke Motorsport

Heimvorteil genutzt: Mücke-Motorsport holt erste Bestzeit
Foto: Jens Hawrda
Beim ersten freien Training der GT-Masters im Rahmen des Motorsportfestivals am Lausitzring nutzt Mücke-Motorsport seinen Heimvorteil und stellt seinen pinken Mercedes AMG GT3 mit den Fahrern Sebastian Asch und Stephan Mücke auf Platz eins, gefolgt von den Vorjahresmeistern Christopher Mies und Connor DE Phillippi (Audi R8 LMS, Land-Motorsport). Platz drei holt der pinke Audi R8 LMS mit Winkelhock/Sallaquarda (ebenfalls Mücke-Motorsport. Die viertschnellste Zeit holt ein weiterer Audi R8 LMS von Land-Motorsport mit den Fahrern C.Haase / J. Schmidt. Den vorläufig fünften Platz holt sich der Lamborghini Huràcan von Grasser-Racing mit Ineichen/Engelhardt. Erst auf Platz 10 folgen die Sieger des Sonntagsrennens von Oschersleben Collard/Eng im BMW M6 GT3.

Ampeln auf Grün für das Motorsport Festival am Lausitzring

Foto: DTM-Media
Das Motorsport Festival auf dem Lausitzring geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen Auftakt vor einem Jahr dürfen sich die Zuschauer und Fans erneut auf ein dicht gedrängtes Programm freuen. Vier Rennserien und über 120 Fahrer bieten am bevorstehenden Wochenende Motorsport vom Feinsten. Im Mittelpunkt der außergewöhnlichen Veranstaltung: die DTM und das ADAC GT Masters, die nur bei diesem Event gemeinsam zu sehen sind. Komplettiert wird das sportliche Programm von der Nachwuchsserie ADAC Formel 4 und dem Porsche Carrera Cup Deutschland.

Bereits am Freitag geht es ab 10 Uhr los mit den ersten Trainings und Qualifyings. Am Samstag und Sonntag folgen die Highlights mit insgesamt neun spektakulären Rennen.

Jan Bühn möchte beim 8-Stunden-Rennen in Oschersleben um den Sieg mitfahren

Jan Bühn aus Kronau geht am Samstag zum dritten Mal beim 8-Stunden Langstreckenrennen in Oschersleben an den Start. Der 26-jährige Badener startet für das deutsche Voelpker NRT48 by Schubert-Motors Racing Team auf BMW im FIM Endurance World Cup in der Langstrecken-WM in der Stocksport-Klasse. Für das NRT48 Racing Team von Ingo Nowaczyk aus Oschersleben in der Nähe von Magdeburg ist dies das Heimrennen.

Jan Bühn ging bereits 2014 und 2015 beim Langstrecken-Rennen in Oschersleben an den Start und hat 2015 zusammen mit seinen Teamkollegen Holger Schwarz und Ralph Uhlig vom Team Zweiradtechnik Grebenstein aus Gera das Rennen in der Open Klasse gewonnen. Der deutsche Supersport 600-Meister von 2015 wurde im Vorjahr als bester BMW-Pilot mit sechs Podiumsplatzierungen IDM-Dritter in der Superstock 1000-Klasse und feierte am letzten Wochenende beim IDM-Saisonauftakt auf dem Nürburgring einen fünften sowie einen hervorragenden zweiten Platz in der Superbike-Klasse. Bei seinem ersten Einsatz in diesem Jahr beim 24 Stunden-Rennen in Le Mans/Frankreich musste das NRT48-Team nach einem Sturz von Stefan Kerschbaumer in den Abendstunden aufgeben, da sich der Österreicher das Schlüsselbein gebrochen hatte.

„Ich freue mich auf das Rennen in Oschersleben, ich fahre gerne dort. Wir wollen auf jeden Fall ein Wörtchen um den Sieg in der Stocksport-Klasse mitreden. Es ist das Heimrennen von unserem Team und wir alle kennen die Strecke sehr gut“, ist Jan Bühn optimistisch.

Auch Teamchef Ingo Nowaczyk freut sich auf das Wochenende: „Jan Bühn, Lucy Glöckner und Stefan Kerschbaumer sind schnelle Fahrer, aber wie immer bei uns im Team gilt nicht die Spitzengeschwindigkeit. Da wir im Titelrennen keine Rolle mehr spielen, haben wir uns ein neues Ziel gesetzt und möchten das Heimrennen in unserer Klasse gewinnen.“

Der Start zur 20. Ausgabe des 8-Stunden-Rennen in Oschersleben ist am Samstag um 14 Uhr und es endet um 22 Uhr. Weitere Informationen über Jan Bühn gibt es auf der Internetseite unter www.jan-buehn.de bzw. vom NRT48-Team unter www.nrt48.de. Mehr Informationen über die Speedweek in Oschersleben ist unter www.german-speedweek.de erhältlich.

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Donnerstag, 18. Mai 2017

Fakten zum ADAC GT Masters-Wochenende auf dem Lausitzring

  • Zweiter Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen"
  • Zweite Auflage des Motorsport-Festival Lausitzring mit der DTM
  • SPORT1 überträgt beide Rennen am Samstag und Sonntag live
 
Foto: Jens Hawrda
Am kommenden Wochenende (19.-21. Mai) startet das ADAC GT Masters beim Motorsport-Festival Lausitzring zum einzigen Mal in diesem Jahr gemeinsam mit der DTM. Wissenswertes zu den beiden Rennen der "Liga der Supersportwagen", die am Samstag (ab 12.45 Uhr) und am Sonntag (ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen werden:
 
  • Nach der gelungenen Premiere 2016 startet das ADAC GT Masters zum zweiten Mal gemeinsam mit der DTM beim Motorsport-Festival Lausitzring. Es ist inklusive des Saisonfinales 2007 in Hockenheim und dem Norisring-Wochenende im Jahr 2008 erst das vierte Mal, dass die beiden populärsten deutschen Rennserien zusammen antreten
  • Das ADAC GT Masters trug seit der Premierensaison 2007 auf dem Lausitzring zehn Rennwochenenden mit insgesamt 20 Rennen aus
  • Bei den bisher 20 Rennen fuhren dort insgesamt zehn verschiedene Supersportwagen zu einem Sieg
  • Mit sieben Siegen ist Porsche die bisher erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters in der Lausitz, dahinter folgen Corvette mit vier Triumphen und Mercedes (drei Siege)
  • Vom aktuellen Starterfeld der "Liga der Supersportwagen" sind Sebastian Asch, Christian Engelhart, Daniel Keilwitz und Robert Renauer mit jeweils zwei Siegen die erfolgreichsten Piloten in der Lausitz
  • Mit den DTM-Piloten Maxime Martin und René Rast sowie den ADAC GT Masters-Assen Rahel Frey, Maximilian Götz, Patrick Huisman, Stefan Mücke, Frank Stippler und Markus Winkelhock starten am Wochenende insgesamt acht Piloten, die bereits in beiden Rennserien fuhren
  • Die ADAC GT Masters-Teams BWT Mücke Motorsport, BMW Team Schnitzer und Mercedes-AMG Team ZAKSPEED starteten ebenfalls bereits in der DTM
  • Der 3,478 Kilometer lange Lausitzring ist die kürzeste Strecke im ADAC GT Masters-Kalender, auf keiner Strecke bekommen die Fans die Supersportwagen in beiden Rennen öfter zu sehen als in der Lausitz
  • Neben dem Sachsenring ist der Lausitzring die einzige Strecke des ADAC GT Masters, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird
  • ADAC GT Masters-Titelverteidiger Christopher Mies ist mit 1.22,569 Minuten der ADAC GT Masters-Rundenrekordhalter auf dem Lausitzring. Er stellte diese Bestmarke im vergangenen Jahr im zweiten Rennen im Audi R8 LMS auf
  • Den Qualifyingrekord hält seit dem vergangenen Jahr die Corvette C7 GT3-R. Dominik Schwager fuhr mit einer Bestzeit von 1.21,613 Minuten auf die Pole-Position. Der Lausitzring ist für Corvette ohnehin ein gutes Pflaster. Die Corvette-Mannschaft Callaway ist mit vier Siegen das erfolgreichste Team auf dem Lausitzring, 2007 gelang der Corvette Z06.R GT3 dort der erste von insgesamt 23 Siegen im ADAC GT Masters
  • 17 Teams mit Supersportwagen von sieben Herstellern (Audi, BMW, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG, Nissan und Porsche) starten am Wochenende
 

Stimmen der BMW-Piloten vor dem Rennen am Lausitzring

Marco Wittmann:
"Ich habe gute Erinnerungen an den Lausitzring, hier habe ich im Jahr 2014 meinten Meistertitel geholt und im Jahr 2016 ist es mit einem vierten und sechsten Platz auch ganz gut für mich gelaufen, obwohl die Strecke uns nie wirklich passte. Ich bin sehr zuversichtlich und denke, mit dem neuen Auto und den neuen Regeln ist dieses Jahr auf jeder Rennstrecke ein Neuanfang und es versteht sich von selbst, dass es darum geht, ein gutes Ergebnis zu erzielen. "
 
Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus:
"Es kann nur besser werden als in Hockenheim, wir müssen positiv nach vorn blicken. Am Hockenheinring war nicht unser Wochenende. Der Lausitzring gibt uns die Gelegenheit, neu in die Saison zu starten. "
 
Timo Glock:
"Wie bei der Premiere im vergangenen Jahr werden wir auch diese Saison wieder mit dem ADAC GT Masters auf dem Lausitzring starten. Es wird ein unglaubliches Spektakel für die Fans sein. Ich habe sehr positive Erinnerungen an den Lausitzring, obwohl es für BMW hier nicht immer so gut gelaufen ist. Ich bin gespannt zu sehen, wie wir uns in diesem Jahr positioniert und ich glaube wir weren am Lausitzring viele Zuschauer vor Ort begrüßen können."
Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler:
"Ich habe sehr, sehr gute Erinnerungen an den Lausitzring. Dort stand ich schon ein paar mal auf dem Podium und habe dort auch schon gewonnen, vor allem der erste Sieg, nachdem DTM Comback von BMW ist mir gut in Erinnerung. Dieser Sieg war auch der 50 DTM-Sieg für BMW im Jahr 2012, weshalb der Lausitzring für mich besonders ist. Ich mag die Strecke und genieße es wirklich, dort zu fahren. Die Zuschauer dort sind sehr leidenschaftlich und Motorsportbegeistert. Ich bin hoch motiviert. "
Tom Blomqvist
Foto: Jens Hawrda
Tom Blomqvist:
"Ich hatte zwei harte Rennen am Lausitzring im Jahr 2016 und hoffe es wird in diesem Jahr besser. Im vergangenen Jahr war das Motorsport Festival ein ganz besonderes Event mit dem gemeinsamen Wochenende mit dem ADAC GT Masters, also hoffentlich werden viele Fans zurückkehren. Sie können sich auf jeden Fall auf ihren Besuch freuen. "
 
Maxime Martin:
"Nach dem missglücktem Wochenende in Hockenheim hoffe ich auf ein erfolgreiches Wochenende am Lausitzring. Ich war hier in der Vergangenheit immer gut, weshalb ich glaube, wir haben dieses Wochenende gute Chancen. Zweifellos werden wir hier zwei spannende Rennen erleben und wir wollen hier Punkte holen."

Die neue DTM-App ist da

Bild: DTM-Media
Gute Nachrichten für die Fans der DTM. Ob unterwegs in der Bahn, im Café oder bei der Familienfeier: Auf aktuelle News aus der DTM muss künftig auch unterwegs niemand mehr verzichten. Mit der neuen offiziellen DTM-App, die jetzt in den Stores für Apple und Android kostenlos erhältlich ist, gibt die DTM auch digital Vollgas.

Die App ermöglicht es, die Serie noch intensiver zu erleben und bringt die Faszination der über 500 PS-starken Boliden auf das Smartphone. Neben News, Ergebnissen und umfassenden Informationen zu den 18 DTM-Fahrern unterstützt die App vor allem das Erlebnis vor Ort. Der aktuelle Zeitplan informiert die Fans über alle Aktivitäten vor Ort, so verpasst er kein Rennen, kein Konzert und keine Autogrammstunde mehr. Zur besseren Planung und Orientierung des DTM-Besuchs stehen in der App weitere wichtige Informationen zur Verfügung: von der Anfahrt bis zum Lageplan vereint die App alles, was bei einem DTM-Besuch wichtig ist. Mit individuellen Einstellungen für Push-Benachrichtigungen kann der Fan das DTM-Erlebnis auf seine Bedürfnisse und Wünsche anpassen, so dass er nur die Nachrichten bekommt, die ihn interessieren.

Ob an der Rennstrecke oder unterwegs: Dank Live-Timing und Live-Ticker behält der Fan auch in turbulenten Rennen immer den Überblick. Oder er schaltet den Audio-Live-Stream mit dem Kommentar der Streckensprecher ein und fühlt sich mittendrin im Renngeschehen. Der Startschuss für die offizielle DTM-App ist nur der Anfang: Die App wird im weiteren Verlauf der Saison stetig aktualisiert und mit neuen, spannenden und informativen Features erweitert.

Die App steht ab sofort im Apple App Store und im Google Play Store zum download bereit.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Motorsport Festival auf dem Lausitzring

  • Lucas Auer kehrt als Tabellenführer an den Ort seines ersten DTM-Siegs zurück
  • Motorsport Festival Lausitzring: DTM meets ADAC GT Masters
  • Pit View, Fan-Village & Co: Attraktive Angebote für Fans
Lausitzring 2016 - Start
Foto: DTM-Media

Vom 19. bis 21. Mai geht es wieder rund auf dem Lausitzring. Und die Zuschauer sollten sich anschnallen. Denn nach den Eindrücken des ersten DTM-Wochenendes in Hockenheim wird es manchen Fan vor Begeisterung vom Sitz reißen. Die Vielzahl an Neuerungen in der populären Tourenwagenserie zahlen sich aus. Die Saison 2017 verspricht besonders zu werden – in vielerlei Hinsicht: schnellere Rennfahrzeuge, eine neue Aerodynamik, neue Reifen, zwei gleichlange Rennen, Punkte für die ersten Drei des Qualifyings und mehr Fan-Nähe als jemals zuvor.

Das zweite DTM-Wochenende der Saison steht unter dem Motto „Motorsport Festival Lausitzring“. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, gibt es auf der östlichsten deutschen Rennstrecke auch 2017 die volle Ladung Motorsport. Neben der DTM bilden das ADAC GT Masters, die ADAC Formel 4 und der Porsche Carrera Cup Deutschland ein Veranstaltungspaket, das seinesgleichen sucht. Insgesamt stehen neun Rennen auf dem Programm – Langeweile kommt dabei bestimmt nicht auf.

Lucas Auer kommt als Tabellenführer nach Brandenburg

Es waren zwei turbulente und unglaublich spannungsgeladene Tagen in Hockenheim. Samstags siegte Auer (Mercedes) vor Timo Glock (BMW) und Mike Rockenfeller (Audi), der eine Aufholjagd von Platz 16 mit einem Platz auf dem Podium krönte. Beim zweiten Lauf half der Regen kräftig mit bei der Dramaturgie des Rennens. Wer dachte, die Spannung und Abwechslung des Vortages könnte nicht mehr überboten werden, der wurde eines Besseren belehrt. Audi-Pilot Jamie Green stoppte letztlich weder der Wettergott noch eine Fünf-Sekunden-Boxenstoppstrafe. Der Brite fuhr von Platz drei nach dem Qualifying allen Widrigkeiten zum Trotz zu einem souveränen Sieg vor Gary Paffett (Mercedes-AMG) und Titelverteidiger Marco Wittmann (BMW), der sich vom vorletzten Platz bis auf Position drei vorkämpfte. In der Gesamtwertung führt derzeit Auer mit 40 Punkten vor Green und Paffett mit jeweils 26 Zählern. Der Österreicher hofft nach dem gelungenen Start in Hockenheim auf eine Wiederholung des Vorjahreserfolges: „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, wie es weitergeht. Es ist etwas Besonderes für mich, ein Jahr nach meinem ersten Sieg an den Lausitzring zurückzukehren. Ich bin gespannt, wie das Kräfteverhältnis auf einer anderen Strecke aussieht. Letztes Jahr war das Motorsport Festival ein Wahnsinns-Event.“
Luca Auer kommt als Meisterschaftsführender zum Lausitzring
Foto: DTM-Media
Nun heißt es Ring frei zur Runde zwei. Audi-Pilot Mike Rockenfeller kann die Fortsetzung nach dem starken Einstand der neuen DTM kaum erwarten. „Rocky“ punktete in beiden Rennen und begeisterte die Fans im ersten Lauf mit einer Aufholjagd von Platz 16 auf Rang drei. „Die DTM macht wieder richtig Spaß“, sagt der DTM-Champion von 2013. „Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr auf die nächsten DTM-Rennen gefreut wie in diesem Jahr. Ich denke, den Zuschauern geht es auch so.“ Auch BMW-Pilot Timo Glock, der sich im ersten Lauf mit Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer auf den letzten Runden mit der Dramatik eines Hitchcock-Klassikers duelliert hatte, freut sich auf den Lausitzring: „Es wird ein Wahnsinns-Spektakel für die Fans. Ich bin gespannt, wie wir in diesem Jahr aufgestellt sind und freue mich auf eine volle Tribüne und ein volles Fahrerlager.“

Mitreißende Überholmanöver, spektakuläre Aufholjagden und puren Rennsport. Das erwartet die Fans am Lausitzring. Dank des neuen Regelwerkes reichte der Spannungsbogen bereits in Hockenheim jeweils bis ins Ziel. Die neuen Reifen, das Funkverbot aus der Box und weniger Personal beim Boxenstopp sorgten immer wieder für Verschiebungen im Klassement und gaben den Teams zusätzliche Taktik-Optionen. Vor allem aber steht der Fahrer nun mehr im Mittelpunkt als zuvor.

DTM zum Anfassen: Viele Attraktionen für Fans

Motorsport zum Greifen nahe, wird es für die Fans auch wieder am Lausitzring geben. Egal ob Fan-Village mit viel Unterhaltung und Foodtrucks, der Pitwalk am Samstag- und Sonntagmorgen, bei dem man die Boxenstopp-Trainings der Teams miterleben kann, oder die Fan-Terrasse, bereits in Hockenheim wurde den Fans einiges geboten und sie nahmen die Neuerungen dankbar an. Der absolute Renner des Wochenendes wird zweifelsohne der Pit-View sein, der Blick in die Heiligen Hallen.
neu in diesem Jahr für die Fans "Pit-View" exklusiver Einblick in die Arbeit in der Box
Foto: DTM-Media
Drei Boxen – eine je Hersteller – stehen den DTM-Besuchern mit Fahrerlagertickets offen und erlauben einen Einblick in die wichtigste Zone der Teams. Von einer Box aus können die Fans die Arbeit in den beiden benachbarten Garagen während der meisten DTM-Sessions beobachten. Auch nach vorne hin ist der Blick in die Boxengasse frei – und wenn ein DTM-Bolide durch die selbige donnert, ist der Sound der über 500 PS-starken V8-Triebwerke zu hören und zu spüren. „Das ist das Ziel, wir brauchen eine gute Show. Wir haben den Pit View, alles geht für die Fans in die richtige Richtung. Wir haben auch Spaß auf der Strecke“, bringt es Jamie Green auf den Punkt.

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Paffett besteitet in der Lausitz sein 150 DTM-Rennen

Gary Paffett: Jubiläum am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Du bist vor dem zweiten Rennwochenende der Saison punktgleich mit dem Zweitplatzierten Jamie Green. Wie wichtig war ein guter Saisonstart für dich?

Gary Paffett: Wenn man beim Auftakt in Hockenheim keine Punkte holt, bedeutet das nicht, dass man die Meisterschaft nicht mehr gewinnen kann. Genauso bedeutet es anders herum auch nicht, dass Lucas den Titel schon gewonnen hat, nur weil er nach den ersten beiden Rennen die Meisterschaft anführt. Ein guter Saisonstart ist also nicht unersetzlich, aber er ist für den Fahrer, die Ingenieure und das Team eine gute Motivation für den Rest der Saison. Man ist positiv gestimmt, weiß, dass das Auto schnell ist. Die Punkte alleine sind nicht alles, aber sie helfen natürlich.

Du absolvierst auf dem Lausitzring dein 150. DTM-Rennen für Mercedes. Hättest du dir am Anfang deiner DTM-Karriere vorstellen können, einmal auf 150 Rennen zu kommen?

Gary Paffett: Nein, wenn man am Anfang seiner Karriere steht, ist es wirklich sehr schwer, sich vorzustellen, dass man das für mehr als ein Jahrzehnt seines Lebens machen könnte. 150 Rennen sind richtig viel. Ich bin sehr stolz darauf, was ich hier erreicht habe. Denn man ist nur so lange dabei, wenn man gute Leistungen zeigt. Das ist mir gelungen. Es ist harte Arbeit, so lange dabei zu sein. Denn es gibt sehr viele gute Fahrer, die deinen Platz gerne hätten und junge Fahrer, die aus den Nachwuchsklassen nachrücken. Man muss sehr hart arbeiten, um seinen Platz im Team zu behalten. In all den Jahren gibt es einige Rennen, die mir in Erinnerung geblieben sind. Für mich sticht zum Beispiel der Norisring 2005 heraus. Das war ein unglaubliches Rennen. Du erinnerst dich immer besonders gut an die harten Rennen, die schwierig waren und in denen nicht alles nach Plan lief. Ein besonders sentimentales Erlebnis war für mich mein Heimsieg in Brands Hatch – vor meinen heimischen Fans in Großbritannien. Das ist immer etwas Besonderes. Diese beiden Rennen stechen für mich am meisten heraus.

Du hältst zusammen mit Bernd Schneider den Rekord für die meisten Siege auf dem Lausitzring (3 Siege). Warum bist du auf dieser Strecke so gut und möchtest du den Rekord gerne für dich alleine haben?

Gary Paffett: Es bedeutet mir nicht so viel, aber es ist immer schön, einen Rekord zu halten. Wenn man zurückblickt und es gibt nur zwei Fahrer, die auf dieser Strecke dreimal gewonnen haben, dann denkt man sich: Wow, da war ich ja gar nicht so schlecht. Der Lausitzring ist eine Strecke, auf der ich auch gut war, wenn es woanders nicht so gut gelaufen ist. Als ich 2009 zu HWA zurückgekehrt bin, habe ich meinen ersten Sieg auf dem Lausitzring geholt. 2013 hatten wir eine schwierige Saison, aber auf dem Lausitzring habe ich meinen einzigen Saisonsieg eingefahren. Es ist eine dieser Strecken, die für Überraschungen sorgen kann. Deshalb werden wir das Rennwochenende voll konzentriert und gut vorbereitet angehen. Und dann hätte ich nichts dagegen, wenn ich als einziger Fahrer vier oder gar fünf Siege auf dieser Strecke hätte.

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen am Lausitzring

  • Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt beim Heimrennen in Hockenheim geht es für Mercedes-AMG Motorsport an den Lausitzring, der sich in der Vergangenheit als ein gutes Pflaster für das Team erwiesen hat
  • 2017 findet auf dem Lausitzring zum zweiten Mal das gemeinsame Motorsport Festival von DTM und ADAC GT Masters statt
  • Mercedes-AMG Motorsport führt vor dem zweiten Rennwochenende der DTM-Saison 2017 die Fahrer-, Team- und Herstellerwertung an
  • Auf dem Lausitzring wurden seit 2000 21 DTM-Rennen ausgetragen. Bislang gab es zwölf verschiedene Sieger. Die meisten Rennen gewannen Bernd Schneider und Gary Paffett mit jeweils drei Siegen
  • Mit insgesamt zwölf Siegen ist Mercedes-AMG die erfolgreichste Marke auf dem Lausitzring
  • Ulrich Fritz: „Wir wissen, dass wir vom Grundspeed ein schnelles Auto haben, müssen aber sehen, wie sich das nun auf anderen Strecken auszahlt.“
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer:
„Natürlich ist es etwas Besonderes für mich, ein Jahr nach meinem ersten Sieg an den Lausitzring zurückzukehren. Speziell nachdem ich zum Saisonstart ein gutes Wochenende in Hockenheim hatte. Entsprechend bin ich jetzt schon ein bisschen aufgeregt, wie es weitergeht. Wir haben ein super Auto, müssen aber noch etwas Feinschliff daran betreiben. Deshalb bin ich richtig gespannt, wie das Kräfteverhältnis auf einer anderen Strecke aussieht. Persönlich freue ich mich darauf. Letztes Jahr war das Motorsport Festival ein Wahnsinns-Event und ich hoffe, dass erneut so viele Zuschauer an die Strecke kommen.“
Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett:
„Nach einem relativ erfolgreichen Saisonauftakt in Hockenheim freue ich mich sehr darauf, auf dem Lausitzring wieder ins Auto zu steigen. Auf dieser Strecke habe ich in der Vergangenheit schon einige Siege einfahren können. Außerdem hatten wir dort im letzten Jahr ein gutes Rennwochenende. Deshalb bin ich gespannt darauf, wie es dieses Jahr laufen wird. Mein Ziel ist es, in beiden Rennen eine gute Punkteausbeute mitzunehmen.“

Edoardo Mortara:
„Der Lausitzring ist für mich ein wichtiges Rennwochenende. Nach dem Auftakt in Hockenheim habe ich das Gefühl, dass ich dort ein paar Punkte liegen gelassen habe. Deshalb können wir es uns nicht leisten, noch mehr Punkte zu verlieren. Der Lausitzring an sich zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken. Dennoch hoffe ich, dass wir dort zwei gute Rennen fahren können. Mercedes war dort in der Vergangenheit meistens konkurrenzfähig und hat im letzten Jahr auch ein Rennen mit Lucas gewonnen. Hoffentlich sind wir dieses Jahr dort genauso gut, damit ich vorne mitkämpfen und viele Punkte einfahren kann.“

Paul Di Resta:
„Es ist gut, so schnell nach dem ersten Rennwochenende wieder im Auto zu sitzen. Wir haben durch das Durcheinander beim Boxenstopp in Hockenheim einige wertvolle Punkte verloren. Hoffentlich melden wir uns nun gestärkt zurück. Jeder im Team arbeitet jedenfalls hart daran, den Schwung unseres guten Mannschaftsergebnisses aus Hockenheim mitzunehmen. Hoffentlich können wir uns dann am Sonntagabend über ein weiteres freuen.“

Maro Engel:
„Hinter uns liegt ein spannender Saisonauftakt. Jetzt freue ich mich auf die zweite Runde auf dem Lausitzring. Das Motorsport Festival war im vergangenen Jahr schon eine fantastische Veranstaltung. Nach dem positiven Saisonstart möchte ich in der Lausitz natürlich darauf aufbauen und meinem Konto so viele Punkte wie möglich hinzufügen.“
Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens:
„Ich bin froh, dass ich auf das Rennwochenende auf dem Lausitzring nicht allzu lange warten muss. Das erste Wochenende in Hockenheim verlief nicht wie erhofft. Dennoch gibt es viel Positives, dass wir von dort mitnehmen können. Darauf müssen wir aufbauen und versuchen, so viele Punkte wie möglich für Mercedes einzufahren.“