Mittwoch, 25. April 2018

Audi bei Formel E: elektrisch durch Stadt der Liebe

  • Achter Lauf der Elektroserie in Frankreichs Hauptstadt
  • Champion Lucas di Grassi zuletzt zweimal auf dem Podium
  • Audi e-tron Vision Gran Turismo begeistert die Fans

Die Formel E setzt ihre Europatournee fort: Am Samstag, 28. April, macht das Team Audi Sport ABT Schaeffler Station in Paris. Bei dem Rennen rund um den Invalidendom will die Mannschaft mit den Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Erneut mit dabei: der futuristische Audi e-tron Vision Gran Turismo. Als Renntaxi begeisterte er bereits in Rom Fans und Gäste.

Motorsport im Herzen der Stadt – kein anderer Austragungsort im Kalender steht so für dieses Motto wie Paris: Der 1,92 Kilometer lange Kurs führt vorbei an zahlreichen Straßencafés und Restaurants und einmal um den Invalidendom. Aus der Garage haben die Teams freien Blick auf den Eiffelturm; und bevor die Strecke für den Renntag gesperrt wird, fahren Busse mit Touristen durch die Boxengasse. „Paris gehört für mich zu den schönsten Locations und ist ein Höhepunkt für uns Fahrer“, sagt Lucas di Grassi.

Sportlich will der amtierende Champion den Aufwärtstrend fortsetzen: In Uruguay und Italien stand di Grassi zuletzt zweimal auf dem Podium. „Ich kenne Paris von beiden Seiten: Vor zwei Jahren habe ich die Premiere dort gewonnen und in der letzten Saison einen grausamen Renntag mit null Punkten erlebt“, sagt der Brasilianer. „Zwei Pokale in Folge machen Lust auf mehr. Wir nehmen viel Schwung aus Rom mit nach Paris und wissen: Unser Auto ist stark und das Team in toller Verfassung. Wir müssen jetzt alles auf den Punkt perfekt zusammenbringen.“

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Zeittraining. Zuletzt hatten Daniel Abt und Lucas di Grassi immer wieder starke Aufholjagden gezeigt, in Paris soll es gleich von weiter vorn ins Rennen gehen. „Wir haben jetzt mehrmals bewiesen, dass wir im Rennen auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf behalten und nach vorn fahren können. Jetzt müssen wir unser Qualifying verbessern für eine bessere Ausgangsposition“, sagt Daniel Abt, der im März in Mexiko sein erstes Formel-E-Rennen gewonnen hat. „Die Strecke in Paris ist sehr eng und technisch anspruchsvoll. Die Resonanz der Medien, Fans und Gäste zuletzt in Rom war unglaublich und macht die Vorfreude noch größer.“

49 Runden absolvieren die Fahrer auf dem „Circuit des Invalides“, bevor der Sieger des dritten Paris E-Prix feststeht. „Daniel und Lucas präsentieren sich zurzeit in toller Form. Und auch die gesamte Mannschaft kommt mit viel Selbstbewusstsein nach Frankreich, nachdem sie in den letzten drei Rennen mehr Punkte als jede andere Mannschaft geholt hat“, sagt Teamchef Allan McNish. „Jeder im Team gibt das absolute Maximum, damit wir in allen Meisterschaftswertungen weiter aufholen. Schön, dass es nach dem tollen Event in Rom jetzt gleich weitergeht. Wir erwarten ein ebenso enges Rennen in Paris, nicht zuletzt, weil es das Heimrennen unserer französischen Konkurrenten ist.“

Mit seinem vierten Platz und dem Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde in Rom ist Daniel Abt in der Gesamtwertung auf die fünfte Position vorgefahren. Das bedeutet, er absolviert das Qualifying in Paris in der Top-Fünf-Spitzengruppe der Meisterschaft. Lucas di Grassi liegt trotz vier Rennen ohne Punkte zu Saisonbeginn nun bereits auf Platz acht. Audi Sport ABT Schaeffler belegt nach sieben von zwölf Rennen den vierten Platz in der Teamwertung.

ADAC TCR Germany erstmals in Most

  • Proczyk als Spitzenreiter nach Most, Langeveld und Co. lauern auf ihre Chance
  • Autodrom in Most stellt Teams und Fahrer vor eine neue Herausforderung
  • Lokalmatador Petr Fulin startet im Cupra TCR
Foto: Jens Hawrda
Neuland für die Piloten der ADAC TCR Germany: An diesem Wochenende (27. bis 29. April) macht die Tourenwagenserie des ADAC erstmals in Tschechien Halt. Zwei Wochen nach dem spannenden Auftakt in Oschersleben stehen auf der Rennstrecke in Most die Läufe drei und vier der dritten Saison der ADAC TCR Germany auf dem Programm. 28 Piloten mit Tourenwagen der Marken Audi, Cupra, Honda, Opel, Peugeot, Renault und VW sind beim zweiten Rennwochenende dabei. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem sind alle Läufe online im kostenlosen Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Als Spitzenreiter reist Routinier Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) an - der Vizemeister der Premierensaison hatte in Oschersleben im Opel Astra TCR einen Sieg und einen sechsten Platz geholt. Doch nicht nur sein eigener starker Saisonauftakt stimmt Proczyk zuversichtlich, glücklich war der 42-Jährige vor allem über den insgesamt gelungenen Start des neuen Teams HP Racing International. Denn auch Luke Wankmüller (16, Straubenhardt) fuhr auf Anhieb vorne mit und überzeugte als bester Rookie. Der Lohn: Die Führung in der Honda Rookie Challenge, deren Sieger am Saisonende auch in diesem Jahr wieder einen neuen Honda Civic erhält.

"Besser hätte es nicht laufen können, ich bin zufrieden und vor allem unheimlich stolz auf den Luke", sagte Proczyk, der aber auch warnt: "Wir wissen, dass es so nicht immer weitergehen wird. Rückschläge gehören ebenfalls dazu, aber gerade deshalb können und werden wir diesen Moment genießen."

Der Blick auf die Fahrerwertung gibt dem Österreicher recht. Die Spitze liegt eng beisammen, und schon nach den Rennen in Most könnte alles wieder anders aussehen. Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) lauert auf seine Chance, ihn trennen nur zwei Punkte von Proczyk - und mit zwei Podiumsplatzierungen in Oschersleben unterstrich der Niederländer bereits seine Ambitionen. "Wir wollen weiter Meister werden, gerade nach dem Auftakt fühlen wir uns bestätigt, dass wir stark genug sind", sagt der 30-Jährige.

Auch VW Golf GTI TCR-Pilot Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der Sieger der Honda Rookie Challenge, oder Vizemeister Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, der in Oschersleben seinen ersten Saisonsieg feierte, lauern auf ihre Chance.

Und hier kommt die Strecke in Most als neue Variable ins Spiel. Für die meisten Piloten bedeutet das Autodrom eine völlig neue Herausforderung. Mit vielen Highspeed-Passagen und Schikanen verspricht die Strecke abwechslungsreiche Rennen. Schließlich gibt es genügend Möglichkeiten, um zu überholen und zu taktieren.

Einer, der seinen Konkurrenten wohl die besten Tipps geben könnte, ist Petr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy). Der Gaststarter aus Tschechien kennt seine Heimstrecke bestens und würde sein Heimspiel natürlich am liebsten mit einem Sieg krönen. "Natürlich ist das etwas Besonderes für mich, dort zu fahren. Die ADAC TCR Germany ist eine hochklassige Serie mit hohem Niveau. Zu Hause in Most rechne ich mir trotzdem etwas aus", sagt Fulin: "Most ist nur 80 Kilometer von meinem Zuhause entfernt, von daher ist es immer besonders, dort zu fahren. Es ist wie mein Heimrennen. Aber: Ich erwarte grundsätzlich ein schwieriges Wochenende für unser Team. Denn wir sind auch im Octavia Cup dabei mit sechs oder sieben Autos. Das wird eine große Herausforderung für uns alle, aber natürlich freuen wir uns sehr darauf."

ADAC GT-Masters: Meisterschaftsstand nach 2 Rennen

Nach dem Saisonstart in Oschersleben mit den zwei Eröffnungsrennen, stehen am kommenden Wochenende schon die Rennen drei und vier in Most an. Hier ein Blick auf den Meisterschaftsstand nach zwei von vierzehn Rennen.
Max Hofer (r.) und Philip Ellis (l.) führen die Meisterschaft gemeinsam mit Bortolotti/Caldarelli an
Foto: Jens Hawrda
Fahrerwertung (Top-Five):

1. M. Hofer          25 Pkt.
    M. Bortolotti     25 Pkt.
    A. Caldarelli     25 Pkt.
    P. Ellis             25 Pkt.

2. M. Jaminet       22 Pkt.
    R. Renauer      22 Pkt.

3. R. Ineichen      18 Pkt
    Ch. Engelhard 18 Pkt.
    K.v.d. Linde      18 Pkt.
    S. v.d. Linde     18 Pkt.

4. L. Ludwig          15 Pkt.
    M. Jensen         15 Pkt.
    T. Scheider       15 Pkt.
    D. Schwager     15 Pkt.

5. S. Asch             12 Pkt.
    L. Stolz              12 Pkt. 

Phönix Racing führt die Teamwertung gemeinsam mit Orange by GRT Grasser an
Foto: Jens Hawrda

Teamwertung (Top-Five):

1. Phoenix Racing                                  25 Pkt.
    Orange by GRT Grasser                    25 Pkt.

2. Precote Herberth Motorsport              22 Pkt.

3. GRT Grasser Racing Team                18 Pkt.
    Montaplast by Land-Motorsport          18 Pkt.

4. MANN-FILTER Team HP Motorsport 18 Pkt.

5. HB Racing                                           15 Pkt.
    BMW Team Schnitzer                         15 Pkt.

Montag, 23. April 2018

Premiere in Tschechien: Start frei für das ADAC GT Masters in Most

  • Zweiter Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • "Liga der Supersportwagen" startet erstmals in Tschechien
  • Starkes Rahmenprogramm mit ADAC TCR Germany, GT4 und Flugshow
Foto: Jens Hawrda
Premiere im ADAC GT Masters: Am kommenden Wochenende (27.-29. April) startet die "Liga der Supersportwagen" erstmals in Tschechien. Zum zweiten Saisonlauf im Autodrom Most reisen mit den Audi-Piloten Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) und dem Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) die beiden Auftaktsieger als punktgleiche Tabellenführer. Kann die Konkurrenz zurückschlagen? Die beiden Rennen des Auftaktwochenendes werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) waren die Sensation des Saisonauftaktes vor einer Woche in Oschersleben. Von der Pole-Position gewann das Duo, das zum ersten Mal ein GT3-Rennen bestritt, das Premierenrennen des Jahres. "Es hat etwas gedauert, bis ich den Sieg realisiert hatte", so Hofer, der 2017 noch in der ADAC TCR Germany antrat. "Denn er war sehr unerwartet." Nun reist der 18-Jährige zusammen mit Partner Ellis als Tabellenführer zum ersten Auftritt des ADAC GT Masters in Most. "Ich kenne die Strecke gar nicht", so der gebürtige Wiener. "Wir haben jedoch vor dem Rennwochenende am Donnerstag noch einen Testtag. Mal sehen, wie schnell unser Auto dort ist. Aber wir denken, dass wir wieder um Topplatzierungen kämpfen können. Es beflügelt natürlich, als Tabellenführer anzureisen und es gibt mir mehr Selbstvertrauen. Aber ich gehe das Wochenende genauso an, wie das vergangene. Ich sehe die Saison als Lehrjahr, deswegen mache ich mir jetzt nicht mehr Druck als vorher."

Punktgleich mit Hofer und Ellis kommen die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli zum nordwestlich von Prag gelegenen Autodrom. Das Duo gewann in Oschersleben das zweite Rennen und hat ebenso wie die Audi-Konkurrenten 25 Meisterschaftszähler auf der Habenseite. Auch für Bortolotti ist der Kurs in Most Neuland. "Ich reise mit einem sehr guten Gefühl an", sagt der Italiener. "Wir sind in Oschersleben positiv in die Saison gestartet und konnten viele Punkte mitnehmen. Erst mal wird es wichtig sein, so schnell wie möglich die Strecke zu lernen und unser Auto wieder gut abzustimmen. Um wieder erfolgreich zu sein, müssen wir wie in Oschersleben fast perfekt sein."

Hoch motiviert für die Premiere in Tschechien sind die Lokalmatadore vom Team ISR. Die Mannschaft aus Cestlice startet 2018 erstmals im ADAC GT Masters und holte mit Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) im Audi R8 beim Einstand in Oschersleben die ersten Punkte. "Wir hatten ein gutes Wochenende und waren schnell", so Teamchef Igor Salaquarda. "Eine Kollision in der ersten Runde des zweiten Rennens verhinderte ein weiteres gutes Ergebnis. Die Saison ist lang. Wir werden sicher die Chance haben zurückzuschlagen."

Ihren guten Saisonstart wollen in Most die Tabellendritten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) fortsetzen. Die Porsche-Piloten waren das einzige Team, das beim Auftakt zwei Top-fünf-Ergebnisse einfuhr. "So kann es in Most gern weitergehen", hofft Renauer. Auf eine erneute vordere Platzierung hoffen beim zweiten Saisonrennen unter anderem auch der ehemalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau), der in Oschersleben zusammen mit Partner Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 am Samstag Dritter wurde - ebenso wie die Ferrari-Piloten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing), denen dies bei der Serienpremiere des Ferrari 488 GT3 am Sonntag gelang.

Neben dem ADAC GT Masters starten in Most auch die ADAC TCR Germany, der GT4 Central European Cup sowie der Octavia Cup. Aber auch abseits der Action auf der Strecke wird Kurzweiliges geboten: Sowohl am Samstag (11:00-11:30 Uhr) als auch am Sonntag (10:35-11:20 Uhr) können die Zuschauer beim Pit Walk Autogramme sammeln und einen Blick hinter die Kulissen der "Liga der Supersportwagen" werfen. Beim Meet the Drivers im Fahrerlager haben die Fans am Samstag (16:15-16.45 Uhr) ebenfalls die Gelegenheit, die Fahrer zu treffen. Am Sonntagmittag zeigt Red-Bull-Air-Race-Pilot Petr Kopfstein in der Mittagspause sein akrobatisches Flugkönnen.

Samstag, 21. April 2018

Daniel Abt erstmals im neuen Audi e-tron FE05

  • Audi setzt in Spanien Vorbereitung auf neue Formel-E-Saison fort
  • Abt: „Fast wie in einem Science-Fiction-Film“
Daniel Abt und der neue Audi etron FE05
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Premiere für Daniel Abt: Unter der Sonne Spaniens ist der deutsche Audi-Pilot zum ersten Mal den neuen Audi e-tron FE05 gefahren, der in der nächsten Formel-E-Saison startet. Auch beim zweitägigen Test in Calafat sammelten die Ingenieure wichtige Daten für die Entwicklung des spektakulären, voll elektrischen Rennautos.

Rom, Calafat, Paris – diese Tage stehen für Daniel Abt ganz im Zeichen der Formel E. Zwischen den Läufen sieben und acht der aktuellen Saison testete der Deutsche in dieser Woche zwei Tage lang erstmals die nächste Generation des voll elektrischen Rennautos. Sein Teamkollege Lucas di Grassi hatte bereits Ende März die ersten Kilometer im Audi e-tron FE05 absolviert.

„Ich habe mich riesig auf meinen ersten Test gefreut und bin mit großen Erwartungen nach Spanien gekommen – und die wurden noch übertroffen. Das Fahren macht riesigen Spaß, das Auto ist in allen Bereichen ein großer Schritt vorwärts“, sagt Daniel Abt, der in Mexiko sein erstes Formel-E-Rennen gewonnen hatte und am vergangenen Wochenende in Rom das Podium mit Platz vier nur knapp verpasste. Besonders die Optik hat es Abt angetan: „Auf der Rennstrecke sieht der Audi e-tron FE05 noch spektakulärer aus als auf Bildern. Und wenn man zwischen anderen Autos unterwegs ist, fühlt man sich fast wie in einem Science-Fiction-Film.“

Daniel Abt während der Testfahrt im Audi etron FE05
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Teamchef Allan McNish freut sich über das positive Feedback seiner beiden Piloten: „Es ist ein gutes Zeichen, wenn Daniel und Lucas sich auf Anhieb in dem neuen Auto wohlfühlen und gut damit klarkommen. Hinter der ganzen Entwicklung steckt eine Menge Arbeit, nicht nur bei den Tests an der Strecke, sondern auch zu Hause in Neuburg. Auch wenn noch eine Menge Arbeit vor uns liegt, wissen wir, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Während die nächsten Testfahrten mit dem Audi e-tron FE05 im Mai geplant sind, geht es in der aktuellen Saison schon nächstes Wochenende weiter. Am 28. April starten Daniel Abt und Lucas di Grassi auf den Straßen von Paris.

Der Countdown läuft: Die IDM fährt in Oschersleben in die neue Saison

Foto: Jens Hawrda
Die Tage sind gezählt, die Spannung steigt, die Starterlisten sind gefüllt. Vom 27. bis 29. April 2018 gastiert Deutschlands höchste Motorradstraßenrennsportserie in der Motorsport Arena Oschersleben. Wenn sich insgesamt sechs Motorradhersteller in vier IDM-Prädikatsklassen um Punkte streiten, ist Action garantiert.

In der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft geht es prickelnd zu wie lange nicht mehr. Allein fünf Hersteller sind in der Klasse IDM Superbike 1000, dem Nonplusultra in der Szene, vertreten.  Die 1000 cm³-Motorräder kommen von BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Bei den Superbikes handelt es sich um käufliche 1000 cm³-Motorräder, die für die Meisterschaft hochgezüchtet werden. Das Reglement ist an die internationalen FIM Stocksport-Regeln angelehnt, hat aber noch ein paar Freiheiten mehr. Erlaubt sind zum Beispiel eine Kit-Elektronik oder Umbauten an der  Federgabel und im Bremssystem.  Um die Kosten nicht in schwindelige Höhen schießen zu lassen, sind die Preise für diese Teile gedeckelt. Für den Titelkampf lassen sich 2018 keine Prognosen abgeben. Während es im vergangenen Jahr mit Markus Reiterberger einen klaren Favoriten gab, sind die Karten nach dem EM-Aufstieg des Champions völlig neu gemischt.


An vorderster Front bleibt die Klasse die Spielwiese der Werksteams. Es wird ein MegaAufwand betrieben, um den Titel zu gewinnen. Wobei es dabei durchaus Überraschungen geben kann. Wie immer geht es auch 2018 äußerst international zu. Zu den Titelfavoriten zählt der Franzose Mathieu Gines auf Kawasaki. Yamaha verspricht sich viel von der Neuverpflichtung des Niederländers Danny de Boer, der vor einem Jahr als einziger Fahrer den damals so überragenden Markus Reiterberger schlagen konnte. Suzuki hat sich mit dem Ex-Superbike-WM-Piloten Dominic Schmitter einen Schweizer geangelt. Honda setzt weiter auf den Tschechen Jan Halbich, der so fit und so schnell wie noch nie ist. BMW hat neben Julian Puffe den schnellen Ukrainer Ilya Mikhalchik an Bord. Insgesamt haben sich 23 Teilnehmer permanent für die IDM Superbike 1000 eingeschrieben.    


Dennoch haben auch jede Menge Privatteams Chancen. Neben dem Erfolg gehört auch viel Glück dazu vorne mitzumischen. Vor zwei Jahren ließ mit Marvin Fritz ein Privatfahrer mit Mini-Team und Low-Budget alle Kollegen hinter sich.   Auf zwei Rädern wird zudem in den offiziellen Prädikatsklassen IDM Supersport 600 und IDM Supersport 300 gefahren. Die IDM Supersport 600 ist die bewährte Mittelklasse. Hier zeigt sich, wer das Potenzial hat, später den nächsten Schritt zu tun. Mit etwa 135 PS am Hinterrad erreichen die Fahrer Spitzengeschwindigkeiten um 270 km/h. Das Niveau an der Spitze ist hoch, denn es gibt nur geringe Leistungsunterschiede.


Die IDM Supersport 300 ist die Einstiegsklasse auf der internationalen Bühne. In Deutschland rollt sie in ihre zweite Saison. Im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft fährt sie bereits mit WM-Status. Die 300er-Klasse ist prädestiniert für die jungen Wilden. Das Einstiegsalter liegt laut FIM-Reglement bei 15 Jahren. Um zwischen den einzelnen Motorradmarken, die daran teilnehmen dürfen, Chancengleichheit herzustellen, die in der Nachwuchsarbeit oberste Priorität hat, gibt es Gewichts- und Drehzahllimits für die einzelnen Motorräder, die genau ausgeklügelt sind. In der kleinsten IDM-Klasse ist 2018 erstmals auch KTM als Partner vertreten. 

Und natürlich ist die IDM Sidecar auch wieder am Start. Anders als in der Weltmeisterschaft wird in der IDM mit 1000 cm³-Motoren gefahren. Auf höchster Ebene wurde abgerüstet und seit 2017 fahren in der WM ausschließlich 600erGespanne. Diese Änderung wollte die IDM-Fraktion aber nicht mitgehen, da die Kosten der Umrüstung in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Die FIM begründete die Leistungsreduzierung mit einem verminderten Unfallrisiko. Die deutsche Interessengemeinschaft Gespannrennen (IGG) widersprach dem jedoch vehement. Deshalb wird auch weiterhin mit 1000 cm³ Hubraum gefahren. 


Auch im Umfeld der IDM-Klassen geht die Post ab. Umrahmt wird das Programm von der Klasse Superstock 600, die für Fahrer mit B-Lizenz geöffnet ist und den Status eines Cups trägt, dem Suzuki GSX-R 1000 Cup und dem markenoffenen Twin-Cup.  


Die IDM wird sich 2018 gewohnt zuschauerfreundlich zeigen mit Preisen ab 19  Euro für ein Tagesticket und 35 Euro für ein komplettes Wochenende, inklusive Fahrerlagerzutritt, Autogrammstunden, PitWalk und öffentlichen Pressekonferenzen nach den Rennen. Special: Die Marken BMW und KTM präsentieren einige Highlights aus ihrer  Modellpalette im Fahrerlager und bieten interessierten Bikern Probefahrten an. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist der Eintritt ins Renn-Wochenende übrigens frei. So günstig und nah wie bei der IDM kommen die Fans den Helden der Rennstrecke sonst nur selten. 

Freitag, 20. April 2018

Stimmungsvolles Warmup von DTM und SAT.1

  • Timo Scheider ist der neue TV-Experte von „ran Racing“
  • Weltmeister und Olympiasieger feiern Startschuss zur DTM-Saison 2018
  • Rookie Eng tippt auf Glock als Meister
Das TV-Team von SAT.1 für die DTM - Übertragungen
Edgar Mielke, Timo Scheider (Rennfahrer und Experte), Andrea Kaiser, Matthias Killing (v.l.)
Foto: dtm.com
Der offizielle Startschuss ist gefallen. SAT.1 hat am Donnerstagabend in München im Café Reitschule in einem stimmungsvollen Rahmen das „ran-Racing“-Team vorgestellt. Neben dem Moderatoren-Duo Andrea Kaiser und Matthias Killing wird Timo Scheider an der Seite von Edgar Mielke als Experte die 20 Rennen an insgesamt zehn Wochenenden für den neuen Fernsehpartner kommentieren.

„Ich freue mich wirklich auf die Aufgabe. Wer meine Karriere verfolgt hat, der weiß, dass ich keine Angst vor der Kamera habe. Es geht am Ende des Tages um die Fakten, und die werde ich auf den Tisch legen. Mit 16 Jahren DTM-Erfahrung kenne ich auch das eine oder andere, das hinter den Vorhängen passiert. Jetzt kann ich auch mal die unangenehmen Fragen stellen, von denen ich mir als Rennfahrer immer gewünscht habe, dass ich sie nicht gestellt bekomme“, sagte Scheider, der zwischen 2000 und 2016 für Opel und Audi in der DTM antrat und 2008 und 2009 Champion wurde.

Am Englischen Garten gaben sich in dem Restaurant zahlreiche Prominente die Klinke in die Hand wie Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier, Ex-Boxer Axel Schulz oder die deutschen Wintersport-Asse Dajana Eitberger (Rennrodeln), Fritz Dopfer (Ski alpin, Slalom und Riesenslalom), Severin Freund (Skispringen) und Linus Straßer (Ski alpin, Slalom und Riesenslalom) waren dabei. Ebenfalls zu Gast: Mattias Ekström. Der Schwede feiert beim Saisonauftakt in Hockenheim ein Comeback im DTM-Cockpit. Audi setzt für Ekström einen siebten RS 5 DTM ein. Für seine Abschiedsrennen hat sich der DTM-Ruheständler „Eki“ einiges vorgenommen. Die fehlenden Test-Möglichkeiten im neuen Tourenwagen-Auto sind für ihn kein Nachteil: „Dafür habe ich die 17 Jahre davor in der DTM wahrscheinlich mehr getestet, als alle anderen Fahrer zusammen. Es macht Spaß, Erfolg zu haben. Ich bin noch nie Rennen gefahren, um nur teilzunehmen. Sollte ich aber seit dem Rennen in Hockenheim im letzten Jahr alles verlernt haben, dann werde ich verdient Letzter.“

Sehr kurzweilig war die Talkrunde mit den Fahrern Timo Glock, René Rast, Nico Müller, Pascal Wehrlein, Philipp Eng und Lucas Auer. Moderator Edgar Mielke kitzelte beim medialen Warmup gerade bei der Frage nach dem Meisterfavoriten schlagfertige Antworten aus den Fahrern von Audi, BMW und Mercedes-AMG heraus. „Wenn ich mein Geld setzen müsste, nur auf mich“, sagte Auer spontan. Wehrlein, der DTM-Rückkehrer aus der Formel 1, hielt sich zunächst bedeckt: „Alles was ich jetzt sage, ist blöd“, ließ sich dann aber doch noch locken: „Ich setze auf mich.“ Auch Nico Müller vergaß die sonst typische Schweizer Bescheidenheit: „Letztlich sind wir alle hier, um Rennen zu gewinnen. Wenn man das eigene Geld setzt, dann auf sich selber. Das ist doch logisch.“

BMW-Pilot Timo Glock wand sich in Schlangenlinien um eine konkrete Antwort: „Am meisten würde ich mich freuen, wenn Mattias und Mercedes-AMG im Jahr 2020 ankommen würden und sagen, das sie gerne wieder in der DTM mitmachen möchten. Wenn ich die Meisterschaft gewinnen würde, würde es mich aber noch mehr freuen.“ Rookie Philipp Eng animierte das bei seiner Vorhersage zu einer amüsanten Replik auf Glock: „Ich setze mein Geld auf den König des Understatements, Timo Glock.“

Die DTM startet vom 4. bis 6. Mai 2018 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg in die neue Saison. SAT.1 berichtet ausführlich vom Saisonauftakt und zeigt beide Rennen live. 

Mittwoch, 18. April 2018

DTM: Abschiedsrennen für Ekström in Hockenheim

  • Audi-Werksfahrer verabschiedet sich bei DTM-Auftakt von den Fans
  • Zusätzlicher Audi RS 5 DTM für zweimaligen DTM-Champion im Einsatz
  • Mattias Ekström: „Jede Menge Gänsehaut-Momente“
 
Emotionaler Abschied nach 17 Jahren DTM: Mattias Ekström startet beim DTM-Auftakt auf dem Hockenheimring mit einem zusätzlichen Audi RS 5 DTM. Damit haben Motorsport-Fans einen Grund mehr, die Rennen am 5. und 6. Mai entweder vor Ort oder auf dem Bildschirm live zu erleben. 
Mattias Ekströms Audi-Design für sein Abschiedsrennen
Foto: Audi-Motorsport
Ende Januar hatte Mattias Ekström seinen Ausstieg aus der DTM bekannt gegeben. Er konzentriert sich in diesem Jahr auf das Engagement in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft mit seinem Team EKS Audi Sport. Für ihn eine schwere Entscheidung – auch weil er sich nach 17 Jahren in der DTM noch nicht in passendem Rahmen von seinen vielen Fans verabschieden konnte. Diese Möglichkeit gibt Audi dem in München lebenden Schweden nun beim DTM-Auftakt.
 
„Mattias hat im Winter entschieden, seine einzigartige DTM-Karriere zu beenden“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Er hat uns auch gesagt, dass er sich sehr gerne mit einer besonderen Aktion von den DTM-Fans verabschieden möchte. So ist die Idee des Abschieds-Rennwochenendes entstanden. Ich denke, es ist für ihn, für die DTM, für die Fans und natürlich auch für Audi eine tolle Sache, dass er beim Saisonauftakt in Hockenheim noch einmal an den Start geht. Es gab einige Hürden zu nehmen, aber wir haben den Einsatz eines siebten Audi RS 5 DTM möglich gemacht. Für unsere Mannschaft ist es ein ziemlicher Kraftakt. Gleichzeitig war jeder im Team sofort von der Idee begeistert und hat spontan seine Unterstützung zugesagt.“
 
Der 39 Jahre alte Schwede bestreitet in Hockenheim die beiden ersten DTM-Rennen der Saison 2018 außerhalb der Wertung. Darüber hinaus ist für die Fans eine ganze Reihe von Aktionen mit dem zweimaligen DTM-Champion geplant. „Vermutlich werde ich an diesem Wochenende mehr Autogramme schreiben als sonst in einer ganzen Saison“, sagt Mattias Ekström. „Aber das mache ich gerne. Es ist großartig, dass Audi mir das ermöglicht. Nach 17 tollen Jahren war es eine unheimlich schwere Entscheidung, nicht mehr in der DTM zu starten. Der Tag der Verkündung war einer der emotionalsten meiner ganzen Karriere. Ich bin sicher, dass es auch in Hockenheim jede Menge Gänsehaut-Momente geben wird. Ich freue mich schon jetzt megamäßig darauf.“

Mattias Ekström begann seine DTM-Laufbahn 2001 mit 22 Jahren im Audi-Kundenteam von ABT Sportsline. 2004 startete er erstmals als Werksfahrer und fuhr auf Anhieb seinen ersten DTM-Titel ein. 2007 folgte Titel Nummer zwei, einen weiteren Gesamtsieg verpasste er in der vergangenen Saison nur knapp. Insgesamt bestritt der Schwede in 17 Jahren bisher 195 DTM-Rennen. Mit den beiden Titeln, 23 Siegen, 20 Pole-Positions, 18 schnellsten Runden im Rennen und 1.219 Punkten ist er der erfolgreichste Audi-DTM-Pilot aller Zeiten.
 
Auch seine beiden Abschiedsrennen bestreitet Ekström im Audi Sport Team Abt Sportsline. Sein Audi RS 5 DTM erhält ein besonderes Design seines langjährigen Partners Red Bull mit dem Hashtag #AdjöMattias. Ekström geht ohne vorherige Testfahrten an den Start und kann sich daher erst in Hockenheim an das aktuelle DTM-Auto mit der reduzierten Aerodynamik gewöhnen. Dennoch rechnet Audi-Motorsportchef Dieter Gass mit einem voll konkurrenzfähigen Schweden. „Mattias hat sich immer schnell an ein neues Auto gewöhnt. Ich bin sicher: Bei seinem Abschied wird er nicht spazieren fahren. Er wird seinem Motto ‚Go hard or go home‘ alle Ehre machen.“

Dieser Abschied von Audi gönnt wohl jeder dem sympathischen Schweden Mattias Ekström. Die Frage muss aber erlaubt sein, weshalb ein anderer DTM-Champion, der ebenfalls zwei DTM-Titel für Audi holte (2008/2009), gemeint ist Timo Scheider, im Jahr 2016 ohne eine nur annähernde Abschiedsveranstaltung geradezu abserviert wurde. Hier wird von Audi offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen und das wundert und schein nicht vom fairen Sportsgeist geprägt.
 


Montag, 16. April 2018

DTM Testabschluss in Hockenheim: Mercedes mit mehr als 7.000 Kilometer auf dem Weg zum Saisonstart

Die Wintertests sind vorbei: Das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team knackt beim letzten Test in Hockenheim die 7.000-Testkilometer-Marke
Foto: Mercedes-Motorsport
  •  Viertägige Testfahrten in Hockenheim (09.-12. April)
  • Alle sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer im Einsatz
  • Pascal Wehrlein testete erstmals seit 2015 wieder in einem DTM-Auto, Daniel Juncadella nach seiner Verletzung wieder fit
  • Gary Paffett: „Es ist natürlich schön, den eigenen Namen an der Spitze der Zeitenliste zu sehen, bei Testfahrten ist das aber nicht von großer Bedeutung.“
  • Ulrich Fritz: „Wir sind an den vier Testtagen in dieser Woche 1.606 Runden respektive 7.346 km gefahren – das ist besonders wichtig, da jeder Kilometer aufgrund der geringen Anzahl an Testtagen in diesem Jahr enorm wertvoll für uns ist.“

Das letzte Kapitel in der 30-jährigen DTM-Geschichte von Mercedes-AMG Motorsport steht an: Kurz vor dem Beginn der Jubiläumssaison absolvierte das Team beim Abschlusstest in Hockenheim die Generalprobe für den Saisonstart an gleicher Stelle. Im Verlauf der vier Testtage legten die sechs Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer 1.606 Runden respektive 7.346 km auf dem 4,574 km langen Hockenheimring zurück – die meisten aller drei Hersteller.
 
„Ich bin nach meinen beiden Testtagen zufrieden“, bilanzierte Team-Captain Gary Paffett, der am zweiten Testtag die Bestzeit markierte. „Das Wetter war schön und wir konnten viel im Trockenen fahren. Die Autos funktionierten gut, wir haben viele Dinge getestet und Kilometer abgespult. Damit bin ich zufrieden. Es ist nahezu unmöglich, die Pace einzuschätzen. Bei den Tests ist das nicht von Bedeutung, aber es ist natürlich schön, den eigenen Namen an der Spitze der Zeitenliste zu sehen. Das war gut, bedeutet im Moment aber sehr wenig. Wichtig ist, dass wir Veränderungen am Auto vorgenommen, eine bessere Balance gefunden und Fortschritte auf Short und Long Runs gemacht haben. Ich denke, dass wir das Auto gut verstehen und gut vorbereitet in das erste Rennen in Hockenheim gehen.“
 
Besonders wichtig war der Test für Daniel Juncadella. Der Spanier hatte sich gut eine Woche vor dem Abschlusstest in Hockenheim bei einem Fahrradunfall das Schlüsselbein angebrochen und kehrte in Hockenheim ins Cockpit zurück. „Es war großartig, in dieser Woche wieder im Auto zu sitzen“, sagte Daniel Juncadella, der an seinem Comeback-Tag auf Anhieb 121 Runden zurücklegte. „ Alles in allem lief es sehr positiv. Ich habe mein Programm absolviert und bin ohne Schmerzen viele Runden gefahren. Es ist klasse, dass ich nur zehn Tage nach meiner Verletzung schon wieder so fit bin. Das ist die wichtigste Nachricht dieser Testfahrten für mich. Jetzt kann ich das erste Rennwochenende kaum noch erwarten.“
 
Ähnlich ergeht es dem DTM-Champion von 2015, der am ersten Testtag der Woche zum ersten Mal seit seinem Meisterjahr in einem DTM-Auto Platz nahm. „Es hat mich gefreut, wieder im Auto zu sitzen“ , sagte Pascal Wehrlein. „Nach der langen Winterpause wurde es endlich mal wieder Zeit. Die Umgewöhnung von der Formel 1 auf die DTM funktionierte recht schnell. Man kann die Rundenzeiten bei den Wintertests immer nur schwer einschätzen, aber mein Gefühl war auf jeden Fall positiv. Wir haben viel dazu gelernt und es waren alles in allem zweieinhalb gute Tage für mich. Hockenheim kann definitiv kommen.“
 
Nach der langen Winterpause freute sich auch Edoardo Mortara darüber, endlich wieder in seinem Mercedes-AMG C 63 DTM auf die Strecke fahren zu dürfen. „Ich bin an meinen Testtagen viele Kilometer gefahren und konnte dabei viel Testarbeit erledigen“, sagte er. „Ich bin zu Beginn der Woche gefahren, entsprechend haben wir viel am Setup des Autos gearbeitet. Danach haben wir aber auch mit Blick auf das Qualifying und das Rennen getestet. Jetzt hoffe ich, dass wir zum Saisonstart konkurrenzfähig sein werden.“
 
Auch Paul Di Resta fand Gefallen an seinen ersten Runden im neuen Jahr. „Ich bekam ein Gefühl dafür, wie das neue Auto funktioniert“, sagte Paul Di Resta. „Wir haben die meisten unserer Punkte abgearbeitet und der Großteil unseres Testprogramm drehte sich darum, die Zeit bis zum ersten Rennen bestmöglich zu nutzen. Vielen Dank an das Team, das vier lange Tage hinter sich hat. Jetzt freue ich mich wieder auf Rennaction. Einfach Gas geben, aggressiv fahren und dieses Auto auf der Rennstrecke bewegen.“
 
Genau das lieben Rennfahrer wie Paul oder Lucas Auer an ihrem Beruf. „Die beiden Testtage waren sehr produktiv“, fügte Lucas an. „ Wir haben viele Teile getestet und ich bin wieder richtig gut in Schwung gekommen. Nach den Testfahrten wissen wir, in welche Richtung es geht und jetzt bin ich gespannt darauf, wie das Kräfteverhältnis beim ersten Rennen in Hockenheim aussehen wird.“
 
Die große Frage nach dem Kräfteverhältnis lässt sich nach den Wintertestfahrten natürlich noch nicht vollständig beantworten. „ Hinter uns liegt eine anstrengende, aber erfolgreiche letzte Testwoche vor dem Saisonstart an gleicher Stelle hier in Hockenheim“ , fasste Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz zusammen. „Wir sind an den vier Testtagen in dieser Woche 1.606 Runden respektive 7.346 km gefahren – das ist eine gute Ausbeute und besonders wichtig, da jeder Kilometer aufgrund der geringen Anzahl an Testtagen in diesem Jahr enorm wertvoll für uns ist. Das gesamte Team hat sehr engagierte und gute Arbeit abgeliefert und es war schön, nach der langen Winterpause wieder alle unsere Fahrer in Aktion zu erleben. Wie gut wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, werden wir beim Saisonauftakt Anfang Mai erfahren.“
 
Das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team kehrt nun in die Fabrik nach Affalterbach zurück, um sich dort auf den Saisonstart vom 4.-6. Mai auf dem Hockenheimring vorzubereiten. Jetzt gilt es, die gesammelten Daten der Wintertestfahrten auszuwerten und den letzten Feinschliff an den Autos für die anstehende Saison vorzunehmen. Für die Fahrer und Teammitglieder geht es in den kommenden Wochen ebenfalls in die letzte Phase der körperlichen Vorbereitung. So stehen weiterhin Fitnesstraining und Boxenstoppübungen auf dem Programm. Das Ergebnis der harten Saisonvorbereitung zeigt sich dann am 5. Mai, wenn Mercedes-AMG Motorsport beim ersten Saisonlauf in seine Jubiläumssaison startet.

Sonntag, 15. April 2018

Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

  • Bortolotti/Caldarelli gewinnen im Huracán GT3 am Sonntag in Oschersleben
  • Markenkollegen Ineichen/Engelhart belegen Rang zwei
  • Schwager/Ludwig holen ersten ADAC GT Masters-Podestplatz für den Ferrari 488 GT3
das Lamborghini-Duo übernimmt nach dem Start sofort die Führung,
allerdings noch in anderer Reihenfolge als im Ziel
Foto: Jens Hawrda
Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung

Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.
Ferrari holt im zeiten Rennen den ersten Podestplatz
Foto: Jens Hawrda
Als Drittplatzierte holten Dominik Schwager und Luca Ludwig, der beim Start mehrere Plätze gutmachte und damit den Grundstein für das Ergebnis legte, den ersten Podestplatz für den Ferrari 488 GT3 im ADAC GT Masters. Platz vier ging an Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport), die wie im Samstagsrennen die erfolgreichsten Porsche-Piloten waren. Als Fünfte kam das Mercedes-AMG-Duo Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-FILTER Team HTP) ins Ziel. Dahinter folgte ein weiterer Mercedes-AMG: Christopher Friedrich (23/Griesheim, Car Collection Motorsport) holte auf Position sechs zusammen mit Lance David Arnold (31/Duisburg) den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung. Über seine ersten Punkte im ADAC GT Masters konnte sich Serienneuling Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau, KÜS Team75 Bernhard) freuen. Der zweimalige WEC-Champion und Le-Mans-Sieger kam mit Partner Kévin Estre (29/F) als Siebter ins Ziel.

Die Top Ten wurden von drei Audi R8 LMS komplettiert: Nicolaj Rogivue (21/CH) und Frédéric Vervisch (31/B, beide Aust Motorsport) wurden Achte vor ihren Markenkollegen Florian Spengler (30/Schaffhausen) und Dries Vanthoor (19/B, beide EFP by TECE) sowie Ricardo Feller (17/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) auf den Rängen neun und zehn.

Mirko Bortolotte (l.) und Andrea Caldarelli
am Sonntag hat es mit dem Sieg geklappt
Foto: Jens Hawrda
Stimmen der Sieger

Mirko Bortolotti (ORANGE1 by GRT Grasser, Lamborghini Hurácan GT3:
"Danke an das Team und Lamborghini. Wir haben heute das Maximum herausgeholt. Wir haben vom ersten Training an beim Auto in die richtige Richtung gearbeitet und haben die richtigen Entscheidungen beim Set-up getroffen. Das hat uns natürlich geholfen. Eine tolle Leistung vom Team, uns so ein Auto zu geben."

Andrea Caldarelli (ORANGE1 by GRT Grasser, Lamborghini Hurácan GT3):
"Das Wochenende mit einem Sieg abzuschließen ist fantastisch. Christian Engelhart und ich haben uns nicht angegriffen, damit wir uns vom Feld absetzen konnten. Kurz nach dem Boxenstopp hat Mirko dann die Führung erobert. Die Strategie ist aufgegangen. Die Strecke hier ist nicht einfach, und man muss sehr auf die Reifen achten. Das ist uns gelungen."

Premierensieg für Mike Halder im Honda Civic TCR

  • Der Vizemeister fährt von Rang zehn an die Spitze
  • Luke Wankmüller im Opel erneut bester Rookie
Mike Halder holt seinen ersten Sieg in der TCR-Germany
Foto: ADAC-Motorsport/Suer
Neunmal hatte Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) bereits auf dem Podium gestanden, nun hat der 22-Jährige im Honda Civic TCR endlich seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert. Mit einer beherzten Leistung gewann der Vizemeister am Sonntag von Position zehn startend den zweiten Lauf des Saisonauftakts in Oschersleben. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport verwies Gaststarter und Pole-Setter Pétr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) im Cupra TCR und Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS, der am Samstag bereits Zweiter geworden war, auf die Plätze.

„Das war der Traum, der jetzt endlich in Erfüllung gegangen ist. Und dann auch noch in so einem spannenden Rennen“, jubelte Mike Halder: „Nach dem Rennen am Samstag war ich etwas enttäuscht, aber dafür ist es heute umso schöner. Bis jetzt funktioniert alles perfekt, ich bin sehr zufrieden. Heute wird noch ein bisschen gefeiert!“

Auf Platz vier landete der Vortagesdritte Luca Engstler (18, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR, dahinter folgten Teamkollege Florian Thoma (22, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler), Auftaktsieger Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) im Opel Astra TCR und die beiden VW-Piloten Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) und Théo Coicaud (18, Frankreich, Liqui Moly Team Engstler). Luke Wankmüller (16, Straubenhardt, HP Racing International) sah auf Rang neun erneut als bester Rookie die Zielflagge, der Pilot im Opel Astra TCR baute damit seine Führung in der Honda Rookie Challenge aus, Zehnter wurde Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) im neuen Peugeot 308 TCR.

Zu Beginn des zweiten Rennens in Oschersleben gelang Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) im Audi ein wahrer Blitzstart, der Finne überraschte die Konkurrenz und fuhr von Startplatz drei aus nach vorne. Grund dafür war allerdings ein Frühstart - die Rennleitung belegte den Finnen mit einer Drive-Through-Strafe. Noch in der ersten Runde verursachte dann ein Dreher von Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing), bei dem dieser mehrere Autos berührte, einen Rennabbruch. Nach dem Neustart des Rennens und der Boxendurchfahrt Buris holte sich Fulin die Führung zurück, dahinter lieferten sich Langeveld, Halder, Engstler und Thoma einen packenden Fight um das Podium.

Das Quintett an der Spitze legte ein enorm hohes Tempo vor. Kurz vor Schluss erkämpfte sich Halder Rang zwei von Langeveld. Dann setzte er den führenden Tschechen unter Druck - auch das mit Erfolg: In der letzten Runde zog Halder mit einem geschickten Manöver an Fulin vorbei und sicherte sich seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany.

Für die ADAC TCR Germany geht es in zwei Wochen weiter, dann macht die Tourenwagenserie des ADAC erstmals in Most/Tschechien Station. SPORT1 zeigt die Läufe der ADAC TCR Germany im TV. Online sind alle Rennen im kostenlosen Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany


Pétr Fulin (Zweiter, Fullin Race Academy):
„Die ADAC TCR Germany ist eine top Meisterschaft mit einem sehr starken Fahrerfeld. Entsprechend schwer ist es, vorne mitzufahren. Dass mir das direkt hier in Oschersleben gelungen ist, macht mich natürlich glücklich und auch stolz. Für uns ist vieles neu hier. Gerade deshalb bin ich sehr zufrieden. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen in Most. Ich wohne nur 80 km von der Strecke entfernt, das wird etwas ganz Besonderes für mein Team und mich.“

Niels Langeveld (Dritter, Racing One):
„Ein super Auftakt. Zweimal auf dem Podium – was will man mehr? So müssen wir jetzt weitermachen.“

Luke Wankmüller (Bester Rookie, HP Racing International):
„Von den Punkten her kann man sagen, dass es ein perfekter Start war. Aber im zweiten Rennen habe ich hier und da noch ein paar Fehler gemacht, deshalb habe ich ein paar Plätze verloren. Insgesamt bin ich echt zufrieden, so habe ich mir den Auftakt vorgestellt.“

Erfolgreiche Formel-E-Premiere für Audi in Rom

  • Audi-Piloten begeistern beim ersten Europa-Rennen der Saison mit Aufholjagden
  • Platz zwei und vier für Lucas di Grassi und Daniel Abt
  • Audi Sport ABT Schaeffler beim ersten E-Prix in Rom erfolgreichstes Team

Lucas di Grassi und Daniel Abt haben beim ersten Formel-E-Rennen in Rom für das Team Audi Sport ABT Schaeffler die Plätze zwei und vier geholt und die Zuschauer in der italienischen Hauptstadt mit Aufholjagden begeistert.
Lucas di Grassi holt Platz zwei in Rom
Foto: Audi-Motorsport
Nach einem nicht perfekten Qualifying mussten sich die beiden Audi-Piloten auf der neuen Rennstrecke mit den Startplätzen sechs und neun begnügen. Lucas di Grassi verpasste nach einem kleinen Fehler auf seiner Zeitrunde nur knapp die „Super Pole“ der schnellsten Fünf. Daniel Abt gelang es im Qualifying nicht, seine Reifen optimal zum Arbeiten zu bringen.

Beide Audi-Piloten waren jedoch überzeugt, über schnelle Autos für das bisher längste Rennen der aktuellen Formel-E-Saison zu verfügen. Und das bewiesen sie vor einer Kulisse von rund 30.000 begeisterten Fans und den Augen von Audi-Chef Rupert Stadler eindrucksvoll.

Abt und di Grassi sparten in der ersten Hälfte des Rennens geschickt Energie und konnten so eine Runde länger fahren als die meisten ihrer Konkurrenten. Nach den Boxenstopps holten beide einen Rückstand von mehr als zehn Sekunden auf die Spitze auf. Mit sehenswerten Überholmanövern kämpften sie sich Platz um Platz nach vorn. Di Grassi holte kurz vor Rennende sogar noch den Führenden Sam Bird ein und lieferte sich mit dem Briten einen harten Kampf um den Sieg, den er am Ende um lediglich 0,970 Sekunden verpasste.

„Ich bin überglücklich, bei der gelungenen Formel-E-Premiere in Rom für Audi ein Podium geholt zu haben“, sagte di Grassi. „Nach dem Start war ich nur Achter, deshalb ist Platz zwei am Ende einfach fantastisch. Es war ein großartiges Rennen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Danke an Audi und alle, die für mich beim FanBoost gestimmt haben: Dieser hat mir heute geholfen, Sébastien Buemi zu überholen.“

Daniel Abt überholte seinen Teamkollegen am Start, fiel durch einen langsameren Boxenstopp jedoch wieder hinter di Grassi zurück. Zudem verlor er in der ersten Rennhälfte die Funkverbindung zur Box. „Dadurch war ich da draußen ganz auf mich alleine gestellt und hatte auch keine Informationen in Sachen Energiemanagement“, sagte Abt. „Ich war trotzdem schnell, und mit dem zweiten Auto war zum Glück alles okay. Sébastien (Buemi) und André (Lotterer) haben mir das Leben nicht leichtgemacht. Hinter den beiden habe ich viel Zeit verloren, ehe ich sie überholen konnte. Nur eine Runde länger, und es hätte vielleicht sogar noch für das Podium gereicht. Aber wir dürfen auch so stolz darauf sein, von Startplatz neun wichtige Punkte und die schnellste Rennrunde geholt zu haben.“

„Mein Herz hat bei diesem Rennen wie verrückt geschlagen“, sagte Teamchef Allan McNish. „Am Ende war es unheimlich eng und völlig offen, ob Lucas gewinnt oder Dritter wird. Es wurde Platz zwei. Dazu Platz vier und die schnellste Rennrunde für Daniel – wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf das nächste Rennen in Paris.“

„Es war ein fantastischer Auftakt der Europa-Saison“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die Location in Rom ist unglaublich und die Strecke sehr schön. Das Rennen war actiongeladen und ist für uns gut ausgegangen. Angesichts unserer Startplätze war es ein exzellentes Ergebnis für Audi.“

Daniel Abt verbesserte sich mit nun 50 Punkten auf den fünften Platz der Gesamtwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft, Lucas di Grassi auf Tabellenrang acht (39 Punkte). In der Teamwertung schob sich Audi Sport ABT Schaeffler auf Rang vier nach vorn. Mit 31 Punkten war das Team in Rom am erfolgreichsten.

Der nächste E-Prix findet bereits in 14 Tagen (28. April) in Paris statt. Dort ist auch erneut der futuristische Audi e-tron Vision Gran Turismo im Einsatz. Die Elektro-Rennwagen-Studie hatte in Rom einen viel beachteten ersten Einsatz als Renntaxi bei der Formel E. Auf dem Beifahrersitz saßen in Rom unter anderem Formel-E-Chef Alejandro Agag und Audi-Chef Rupert Stadler.

Neues Ergebnis beim ersten Rennen in Oschersleben

  • Lamborghini vom GRT Grasser Racing Team/ORANGE1 by GRT Grasser ausgeschlossen
  • Kelvin und Sheldon van der Linde rücken auf Platz zwei vor
  • Timo Scheider beim ADAC GT Masters-Debüt nun Dritter
Durch die Wertungsänderung holt Timo Scheider in seinem ersten
GT-Masters Rennen einen Podestplatz
Foto: Jens Hawrda
Die ursprünglich zweitplatzierten Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) sowie ihre Markenkollegen Ezequiel Perez Companc (23/RA)/Franck Perera (34/F, beide GRT Grasser Racing Team) und Rolf Ineichen (39/CH)/Christian Engelhart (31/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team) wurden im Anschluss an die technische Nachkontrolle aus der Wertung des ersten Laufes in Oschersleben ausgeschlossen. In allen drei Lamborghini Huracán GT3 war ein Telemetriesystem eingebaut, das nach dem sportlichen Reglement des ADAC GT Masters (Artikel 27.3) nicht erlaubt ist.

Durch den Wertungsausschluss von Bortolotti/Caldarelli rücken allen nachfolgenden Teams auf. Die Audi-Piloten Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) werden somit als Zweite gewertet. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) schafft als neuer Dritter zusammen mit Teamkollege Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 bei seinem ADAC GT Masters-Debüt den Sprung unter die Top Drei.

Samstag, 14. April 2018

Audi-Piloten Hofer/Ellis siegen beim ADAC GT Masters-Saisonauftakt

  • Serienneulinge Max Hofer und Philip Ellis gewinnen erstes Rennen in Oschersleben
  • Lamborghini-Duo Bortolotti/Caldarelli auf Platz zwei
  • Erster gemeinsamer Podestplatz der Brüder Kelvin und Sheldon van der Linde
ganz enge Zieldurchfahrt Ellis (Audi) vor Caldarelli (Lamborghini)
Foto: Jens Hawrda

Zwei ADAC GT Masters-Neulinge sorgten beim Saisonstart in der Motorsport Arena Oschersleben für eine große Überraschung: Die Audi-Piloten Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) gewannen im R8 LMS von der Pole-Position den Auftakt der zwölften Saison der "Liga der Supersportwagen". Zweite wurden die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) nach einem spannenden Rennen mit knappen 0,245 Sekunden Rückstand. Rang drei holte das Brüderpaar Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8. "Ein überwältigender Moment", jubelte Sieger Hofer, der im Zeittraining bereits auf die Pole-Position gefahren war. "Das Qualifying hatte uns schon den Tag gerettet, aber dass wir die Pole-Position auch noch in einen Sieg umwandeln konnten, ist extrem motivierend für die weitere Saison."
kappe Zweite Bortolloti(l.) / Caldarelli
Foto: Jens Hawrda
Pole-Debütant Hofer bleibt beim Start vorn

Ihren Grundstein für den späteren Sieg legten Hofer und Ellis beim Start. Obwohl er sein erstes ADAC GT Masters-Rennen überhaupt bestritt, zeigte Pole-Setter Hofer keine Nerven. Der junge Österreicher verteidigte gegen Routinier Bortolotti seine Spitzenposition und setzte den besten Startplatz in die Führung um. Das Spitzenduo setzte sich in den folgenden Runden von den Verfolgern ab und lieferte sich ein enges Duell um Platz eins, den Hofer bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Der Abstand zwischen dem Audi-Fahrer und Bortolotti betrug nie mehr als 0,8 Sekunden. Auch als ihre Teamkollegen Philip Ellis und Andrea Caldarelli die Fahrzeuge übernahmen, ging der enge Kampf an der Spitze weiter, der nur durch eine kurze Safety-Car-Phase zur Bergung des Honda NSX von Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH, beide Honda Team Schubert Motorsport) unterbrochen wurde. Bei der Zieldurchfahrt hatte Ellis einen knappen Vorsprung von 0,245 Sekunden auf Verfolger Caldarelli. Die beiden Sieger sicherten sich auch den ersten Platz in der Pirelli-Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren.
dritter Platz für die Brüder van der Linde
Foto: Jens Hawrda
Kelvin und Sheldon van der Linde holten als Dritte ihren ersten gemeinsamen Podestplatz im ADAC GT Masters. Die Brüder schlossen zwischenzeitlich zum Führungsduo auf, konnten aber später wegen eines schleichenden Plattfußes das Tempo der Spitze nicht mehr mitgehen. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) verpasste zusammen mit Teamkollege Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 bei seinem ADAC GT Masters-Debüt als Vierter nur knapp das Podium: 0,6 Sekunden fehlten zu Rang drei. Die Top fünf komplettierten Luca Stolz (22/Brachbach) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im bestplatzierten Mercedes-AMG.

Sechste wurden die Porsche-Piloten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport). Position sieben ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Hamburg, beide MANN-FILTER Team HTP), gefolgt von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) beim ADAC GT Masters-Debüt des Audi vom Team ISR. Dahinter kamen Jeffrey Schmidt (24/CH) und DTM-Pilot Jamie Green (35/GB) in einem weiteren Audi als Neunte ins Ziel. Platz zehn und damit der letzte Meisterschaftszähler ging an das Mercedes-AMG-Duo Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-FILTER Team HTP).

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging bei seinem ADAC GT Masters-Debüt an Jan-Erik Slooten (33/Jülich), der im Porsche 911 vom neuen Rennstall IronForce by RING POLICE von Sportwagenroutinier Lucas Luhr (38/Ermatingen) unterstützt wurde.

Stimmen der Sieger

Max Hofer (Phoenix Racing, Audi R8 LMS): "Ich habe viel Druck von Mirko Bortolotti gehabt. Der Lamborghini war extrem stark. Auf einigen Streckenabschnitten hatte er einen kleinen Vorteil, aber ich habe mich auf mich konzentriert und nicht nach hinten geschaut. Ich habe meine Linie immer wieder variiert und es ihm dadurch so schwer wie möglich gemacht. Am Ende hat es geklappt. Unsere Teammitglieder arbeiten Tag und Nacht und ich bin sehr glücklich, dass wir sie mit einem Sieg entschädigen können."

Philip Ellis (Phoenix Racing, Audi R8 LMS): "Das wir heute hier gewinnen, damit haben wir vorher wirklich nicht gerechnet. Wir wussten zwar, dass wir das Potenzial haben, vorn mitzuspielen, aber dass es zum Sieg reicht, hätten wir nicht gedacht. Max hat sowohl in der Qualifikation als auch im ersten Stint eine tolle Performance gezeigt und uns eine perfekte Ausgangslage geschaffen. Bis zum Ende war es wirklich knapp und ich musste hart kämpfen, um die Führung zu verteidigen. Von hinten kam mächtig Druck, umso mehr freue ich mich, dass ich den ersten Platz bis ins Ziel bringen konnte."